Heckmann kocht!

Köstlich willkommen

Nach den beiden zuletzt

Weinrunde, Forellenaktion, Kultur und Kulinarik,

Krankenhauskost, Nachbarschaftsfest, Operette

in Bad Ischl und zwei neue Rezepte.

Berichte vom Besuch der Weinrunde, von unserer Forellenaktion, aus der Kulturfabrik und vom Haudum in Helfenberg, von einem Aufenthalt im Diakonissenkrankenhaus, einem Grillabend mit den Nachbarn und einem Tagesausflug nach Bad Ischl. Im  Rezeptteil gibt´s zwei neue Rezepte für eine Karottensuppe mit Erdäpfelstroh und für eine Apfelbitta!

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Der Beginn der Weinrunde bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse - serviert werden frische Apfelbitta und Eiklarkuchen

Am Feiertag war wie jedes Jahr die komplette Weinrunde zu Gast bei uns in Mitterbachham. Auf dem Programm stand weitestgehend "Rumaer Küche", die schon beim Kaffee ihren Niederschlag fand. Es wurden eine frische Apfelbitta (Rezept im Rezeptteil) und ein Eiklarkuchen serviert. Als Begleitung zum Aperitif kamen frisch gemachte Grammelpogatscherln und Spinat-Schafkäseschnecken aus Blätterteig auf den Tisch. Der Aperitif - eine Erinnerung an unsere letzte Weinreise - war ein Schilcher Frizzante aus der Steiermark. An dieser Stelle zwei besondere Dankeschön: An Jakob für die gute Vorbereitung und Organisation dieses Trips, und an Helmut für die wunderschöne Dokumentation darüber. Meinen Reisebericht finden Sie ja schon seit längerer Zeit unter "Aktuelles".

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Kräftig Zulangen im Wintergarten bei Grammelpogatscherln, Schafkäseschnecken und Brat- und Blutwürsten mit Kartoffelsalat.

Dann folgten Brat- und Blutwürste im Blech mit Kartoffel- und Gurkensalat. Spätestens jetzt musste ein Grüner Veltliner (Dockner und Sax) und dann ein Gemischter Satz her. Zu später Stunde gab es dann noch eine ausgiebige Käseplatte, ergänzt durch Aufstriche, Bratlschmalz, Speck und geselchter Wurst und sonst noch einigen Köstlichkeiten. Jetzt war es höchste Zeit für einen Rotwein, in diesem Fall einen trockenen Refosk aus Slowenien, dem Ziel unserer Weinexpedition im nächsten Jahr.

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So gelangen die frischen Forellen über den Grill letztlich auf dem Tisch. Einfrieren ist natürlich auch möglich.

Unser lieber Nachbar und Freund Walter ist leider vor kurzem verstorben. Er hinterlässt keine Familie, sodass sich wahrscheinlich niemand mehr um seinen jahrzehntelang gepachteten Forellenteich in Lehen/Holzhausen kümmern wird. Er hat uns in dieser Zeit nicht nur mit fangfrischen, sondern auch mit köstlichen, geräucherten Forellen verwöhnt. Miindestens einmal im Jahr haben wir im größeren Feundes- und Bekanntenkreis einen "Forellenschmaus", mit allem was dazugehört - von Salaten und Saucen bis zu selbstgemachten Mehlspeisen - zelebriert. Mit musikalischer Begleitung, versteht sich. Heuer hat Walter aufgrund seiner fortschreitenden Erkrankung kaum mehr Fische aus seinem Teich geholt und auch nicht mehr geräuchert. Darum kümmert sich nun sein Erbe Martin, und mein Freund Joe und ich haben ihm mit einer großangelegten Aktion für Verwandte und Freunde dabei geholfen. Fast 100 schon relativ große Forellen wurden herausgefischt, ausgenommen und gereinigt, und dann je nach Bedarf in Vakuumbeuteln verschweisst, bevor sie zu ihren Endabnehmern kamen.

Es gibt natürlich immer noch Forellen. Sollten Sie Interesse haben, rufen sie mich bitte an oder schicken Sie mir eine SMS oder Email, ich gebe dann Ihre Daten gerne an Martin weiter. Meine Koordinaten sind: Mobil 0664/280 23 53, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

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Sommetheater in der Kulturfabrik und Speisen beim Haudum in Helfenberg - Freundin Judith bei ihrem Hühner-Cocos-Surry

Helfenberg ist immer eine Reise wert, zumindest war es uns das nahezu jeden Sommer. Heuer ist mir leider ein unerwarteter Krankenhausaufenthalt (siehe unten) dazwischen gekommen. So mussten meine Gattin und meine Freunde leider ohne mich fahren. Aber die Karten waren gekauft und der Tisch in der "Speckwerkstatt" Haudum war reserviert. Die Berichte, die ich von diesem Abend erhalten habe, waren sehr gut. Dies sowohl die Aufführung - "Manche mögen´s verschleiert" vom Niavarani als auch das Abendessen betreffend.

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Gebackene Karpfensticks mit Salat - Monika mit Leinölerdäpfeln und geräuchertem Lachs - Putenschnitzel in Sesamkruste

Das Gasthaus Haudum ist nicht nur bekannt für seine Speckspezialitäten und seine prominente Tarockrunde. Auch die OÖ. Nachrichten führen hier regelmäßig ihre Weinshowis durch. Ich kenne es eigentlich schon seit mehr als 20 Jahren, war dort bei der einen oder anderen Schulung, und habe gelegentlich auch in einem der sehr netten und ruhigen Gästezimmer übernachtet. Die Gastronomie ist gutbürgerlich, die Speisekarte eine Mischung aus traditionellen und dem einen oder anderen innovativen Angebot So gibt es z.B. neben der hausgemachten Blut- oder Leberwurst, dem gebackenen Kalbskopf und der Brettljause auch eine Gemüsesuppe mit Austernpilzen oder ein Hühner-Cocos-Curry (€ 11,50). Das hat meine Freundin Judith auch gewählt, während meine Gattin sich für die Leinölerdäpfel mit geräuchertem Lachs und Salat (€ 12,50) entschieden hat. Den panierten Karpfen gab es in Form von gebackenen Karpfensticks mit Kartoffeln, Sauce Tatar und Salat (11,50), den hatte sich Christa ausgesucht. Bleiben Joe und Wolfgang, und die Putenschnitzel in Sesamkruste (€ 12,50) mit Reis, Kartoffeln und Salat sowie die traditionelle Brettljause mit Brot (€ 8.00). Alle waren zufrieden, und ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ich dann auch wieder dabei sein kann.

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Wie ein Schloss: Diakonissenkrankenhaus Linz       Nicht besonders schön, aber sehr zweckmäßig: Das Service für das Essen

Es sieht zwar aus wie ein Schloss oder ein altehrwürdiges Hotel, ist aber in Wirklichkeit ein Spital: Das Diakonissenkrankenhaus in Linz, in dem ich fast eine Woche verbringen musste. Dadurch fielen meine geplante kulturell-kulinarischen Exkursionen - zum Haudum nach Helfenberg und zum Fischerwirt nach Ennsdorf - leider aus. Was mich neben meiner medinzinischen Behandlung natürlich am meisten interessiert hat, war die Verpflegung. Und im Gegensatz zu allem anderen in diesem Haus - von der medizinischen Betreuung über die Pflege und das Service bis zur Sauberkeit und Reinigung - liegen die Küche und die Gastronomie bestenfalls im Mittelfeld der Krankenhäuser, die ich bisher von innen - als Patient - kennengelernt habe. An der gefälligen Cafeteria gleich beim Eingang ist nichts auszusetzen, außer den nicht gerade besucherfreundlichen Öffnungszeiten. Sie schließt nämlich Wochentags um 17.00 h, am Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen ist sie überhaupt zu.

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Grießnockerlsuppe, Kalbsschnitzerl natur mit Dinkel-Spiralen        Süßkartoffelsuppe, Rindfleisch mit Semmelkren und Kartoffel-

 und Vanillepudding                                                                 schmarren und Mandarinenkompott mit Schokoflan

Aufgrund meiner gesundheitichen Probleme hatte ich bei der Speisenauswahl bzw, Menüzusammenstellung ausgezeichnete, fachkundige Beratung durch eine Diätologin. Am Angebot - insbesondere jenes auf der jeweiligen Tageskarte - ist nicht viel auszusetzen. Die Standardkarte dagegen ist meiner Meinung nach ein bisschen zu wenig umfangreich und hat noch Platz nach oben, auch was die Fantasie betrifft. Die Qualität lässt aber da und dort zu wünschen übrig. Das beginnt bei der Temperatur mancher Speisen - die Palatschinken wären zwar ganz gut gewesen, waren aber leider kalt, ebenso der Suppentopf mit Nudeln, Rindfleisch und Gemüse - und endet bei der Größe der Portionen, vor der man manchmal kapitulieren musste. War das Zanderfilet mit Zucchini-Mandelhaube schon sehr groß, war der Kaiserschmarren kaum zu bewältigen. Und dies nach einer Suppe und vor einer Nachspeise. Und ich bin - übergewichtig wie ich bin - ein guter Esser. Sehr gut waren die Suppen, von der Rindsuppe bis zur Süßkartoffelsuppe und die meisten Einlagen. Zufrieden war ich auch mit dem Frühstück. Unterschiedlich war aber z.B. die Fleischqualität. So war ich mit den Kalbsschnitzerl natur weniger zufrieden als mit dem ausgezeichneten Rindfleisch mit Semmelkren. Geliebt habe ich den schlichten Vanillpudding, aber auch das Marillenkompott, der Pistazienpudding, das Erdbeermousse und das Apfelkompott haben mir geschmeckt.

Wäre interssant, einmal einen gastronomischen Vergleich zwischen den Küchen der Linzer Krankenhäuser anzustellen, und anstelle von Hauben, Sternen oder Kochlöffeln Fieberthermometer oder einfach rote Kreuze zu vergeben!

Nabafest Juli 2019 Tisch von vorne Nabafest Juli 2019 Orhan grillt

Es kann losgehen, unsere Nachbarschaftstafel ist voll besetzt              Der neue Nachbar Orhan das Grillen übernommen

Wenn man neue Nachbarn bekommt, sollte man sie eigentlich auch kennenlernen. Gesagt - getan, und wir haben zu diesem Zeck alle Nachbarn rundherum zu einem kleinen Nachbarschaftsfest eingeldaden. Dazu haben wir einiges vorbereitet, und die Nachbarn haben auch vieles mitgebracht: Prosecco, Raki, Salate, Mehlpeisen, u n.v.a. mehr.

Nabafest Juli 2019 Mehlspeise wird serviert Nabafest Juli 2019 Kuchen am Teller

       Ein feierlicher Moment: Die Mehlspeisen werden serviert             Ribiselkuchen, Marillenblechkuchen und Sacher-Schnitten

Unsere neuen Nachbarn sind türkischer Herkunft, leben aber schon seit mehr als einer Generation in Österreich. Da ist Schweinefleisch tabu, aber es gibt ja auch noch Lammkoteletts, Hühnerspieße, Rindersteaks und Kalbsbratwürstel. Und für die übrigen Gäste noch Iberico-Schopfbraten, Rostbratwürstel, Cevapcici und Berner Würstel. Dazu viel Salate, meine berühmten Saucen und ein Letscho nach dem Rezept von meiner Mutter. Es ist reichlich Bier, und nachher auch reichlich Schnaps - darunter ein eisgekühlter Raki - geflossen. Damit wurde die gute Nachbarschaft endgültig besiegelt!

Gasthaus Wesn Eierschwammerl mit Semmelknödel

Das historische Gasthaus "Wesn", vormals "Zur blauen Traube" Zur Saison: Eierschwammerl mit riesigem Semmelködel

Alljährlich unternimmt die Ortsgruppe des Pensionisten-Verbandes Oftering eine Kulturfahrt. Mit wenigen Ausnahmen ist das Ziel meist die Kaiserstadt Bad Ischl, wo im Rahmen des Lehar-Festivals eine Operette besucht wird. Vorher gibt´s im kleinen Ort Lauffen,etwas außerhalb von Ischl, ein Mittagessen im historischen Gasthaus Wesn. Und auch heuer wieder waren - bei durchaus annehmbarer Qualität - die Portionen dort riesengroß. Schweinsbraten, Wiener Schnitzerl und Eierschwammerl waren kaum zu bewältigen. Da weiß man dann auch, woher der Begriff "Pensionistensilber" gekommen ist.

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Gemütliche Zauner-Runde bei Prosecco, Eiskaffe und Melange         Ein Capuccino mit klassischer Esterhazy-Schnitte

Im Anschluss ging´s dann nach Ischl zu einem kleinen Spaziergang und dem obligaten Besuch einer der beiden Standorte der Konditorei Zauner. Aufgrund der übergroßen Hitze fiel der Spaziergang in der Stadt heuer kürzer, und der Kaffee oder das Eis beim Zauner dafür länger aus. Was aufgefallen ist, dass wir alle ganz einfach einen Platz gefunden haben. Und bevor ich es vergesse: Es wurde im Rahmen einer Nachmittagsvorstellung das Stück "Pariser Leben" von Jaques Offenbach gespielt!

Nach dem Besuch der Weinrunde am Feiertag verbringen wir wieder einmal ein ruhiges Wochenende. Das haben wir heute auch mit einem gemütlichen Auswärts-Frühstück beim Resch in Marchtrenk verschönert. Aber für das marokanische Essen bei uns zuhause und für die Einkehr beim Fischerwirt gibt es bereits neue Termine. Ebenso für einen Grill- und Sommerkehraus mit der Familie und für die Geburtstagsfeier meines Bruders. 

Nach den beiden zuletzt veröffentlichten Rezpeten - das für die Apfelbitta wurde erst heute "bebildert" - ist noch eines für meine Grammelpogatscherl in Vorbereitung.

 

Georg Heckmann

  

Oftering, am 18. August 2019