Heckmann kocht!

Bad Radkersburg 2017

 

Radkersburg Jänner 2017

 

Ein kulinarisches Tagebuch

Eine Woche Auszeit in Bad Radkersburg. Das heißt bei uns Frühstückspension im Vitalhotel, das bedeutet fast Unterkunft bei Freunden wie gewohnt. Mit einem ausgiebigen Frühstücksbuffet, das kaum Wünsche offen lässt. Nach einer 3/4 Stunde im Fitnessraum schmeckt es natürlich noch viel besser. Dann der Tag in der Therme, im Quell- oder Vitalbecken, und natürlich in der Sauna-Landschaft. Viel herumliegen, ein bisschen lesen, meist aber nur genussvoll „ruhen“. Ein paar Behandlungen, wie z.B. Maniküre, Rückenmassage und Lymphdrainage. Dazwischen eher nur Wasser trinken. Und abends dann ausgehen, entweder fein essen oder einfach in eine Buschenschank, in eine gute natürlich.

In den letzten Jahren ist uns das eine oder andere Lieblingslokal wie z.B. der Königsberger Hof in Tieschen oder der Stöcklwirt in Neusetz/Straden leider abhanden gekommen, sie haben einfach zugesperrt. Für andere wie z.B. für die Schönen Aussichten in Klöch oder den Krispel in Neusetz war Ende Jänner einfach noch zu früh, sie hatten wegen Betriebsurlaubs noch geschlossen. Da heißt es dann etwas Neues suchen, Freunde oder das Personal im Hotel oder in der Therme befragen, und ein bisschen googeln. So haben wir dann doch wieder die eine oder andere Location gefunden, wo es sich lohnt zu essen, und über die es sich auch lohnt zu schreiben. Im folgenden lesen sie das kulinarische Tagebuch (eigentlich mehr ein "Abendessenbuch") dieser Woche. 

 Barsch mit Garnele

Surf & Turf: Gegrillter Barsch mit Garnele 

 Montag. Wenn man erst am Nachmittag in Bad Radkersburg ankommt, zunächst sein Zimmer bezieht und sein Auto in der Garage parkt, dann in Ruhe auspackt und über den unterirdischen „Schlapfengang“ in die Therme geht, möchte man sich am Abend nicht unbedingt noch einmal anziehen und ausgehen. Da bietet das Restaurant Mehrblick in der Therme die ideale Gelegenheit, im Bademantel Platz zu nehmen, und aus einem doch reichhaltigen Menu-Angebot sein Abendessen zusammenzustellen. Das Vorspeisen- und das Salatbuffet waren in Ordnung, es gab sogar frischen Schinken aus der von mir geradezu verehrten italienischen Aufschnittmaschine. Die Klöcher Traminersuppe mit Weißbrotwürfeln war eher bedeutungslos, sie wie meine Gattin auszulassen wäre besser gewesen. Der gegrillte Barsch mit Garnele in Currysauce mit Reis hat meiner Gattin zwar geschmeckt, mir eher weniger. Ich hatte ein Steirerglück-Schweinsfilet auf überbackenen Schupfnudeln mit einer süßen Calvados-Rahmauce, auch keine wirkliche Offenbarung. Das Fleisch etwas zu trocken und die Schupfnudeln zu zäh, aber die Sauce mit Früchten durchaus interessant.  

Schweinsfilet

Sieht besser aus, als es geschmeckt hat: Steirerglück-Schweinsfilet

Bemerkenswert war vielmehr der von mir gewählte Wein, eine Weißwein-Cuvée aus Weiß- und Grauburgunder sowie Chardonnay namens „Tau“ vom Winzer Gollmann aus Pichla bei Tieschen. Diesen Wein werde ich mir merken müssen, so frisch, fruchtig und doch trocken, mit einem deutlichen Anklang an den Weißburgunder. Die Schokoladenachspeise - einmal in Form einer Mousse und einmal in Form eines Kuchens, mit Erbeerpüree, Früchten und Schlag - haben mich bzw. uns dann wieder etwas versöhnt. Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist vernünftig, mit 50 € für zwei Personen inklusive Trinkgeld war die Rechnung durchaus überschaubar. Nicht zu vergessen: Das Service war perfekt!

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Italien in der Altstadt von Bad Radkersburg  - endlich!

 Dienstag. Nicht vergleichbar unsere Erfahrungen am zweiten Abend, wo uns unser Hunger in „Das Altstadthaus“ ins Zentrum von Bad Radkersburg führte. Eine zauberhafte Enoteca mit einem Feinkostladen und einem sehr netten, geschmackvoll eingerichteten Restaurant. Weder die Speise- noch die Getränkekarte überladen, mit einem guten Tagesangebot. So hatten wir bereits gewählt, als der Aperitif – in diesem Fall ein frischer, kühler Prosecco - ankam. Gleich darauf stand schon das Gedeck auf dem Tisch, bestehend aus zwei verschiedenen Pestos - einem Genovese und einem Tomatenpesto - und einem Schälchen besten Olivenöls. Dazu drei verschiedene Sorten köstlichen Brotes, zwei weiße – eines mit Oliven und eines mit Tomaten – und ein dunkles, offensichtlich mit Nüssen. Da hieß es schon höllisch aufzupassen, das man sich nicht schon vor der Vorspeise satt isst.

 

Diese ließ aber gottseidank auch nicht lange auf sich warten. Meine Gattin hatte eine Rote Rüben Cremesuppe mit Wachteleiern gewählt. Die Suppe war appetitlich anzuschauen und rund im Geschmack, die roten Rüben blieben im Hintergrund, keinerlei „erdige“ Töne waren erkennbar. Die Wachteleier waren meiner Meinung nach etwas zu hart gekocht und mit dem Löffel kaum zu zerteilen. Zumindest nicht ohne sich der Gefahr auszusetzen, am Teller resp. am Tisch eine Sauerei anzurichten. Hier waren zweifellos Messer und Gabel gefragt. Mein Tintenfischsalat mit schwarzen Oliven und Beerenkapern wurde nicht nur sehr hübsch in einem Radicchio-Blatt wie in einer Schale serviert, er schmeckte auch ausgezeichnet. Ebenfalls sehr dezent gewürzt, mit getoastetem Weißbrot serviert, und die Portion nicht zu klein. Sogleich wurde ein Glas Tokaier aus dem Jahr 2014 aus dem Friaul - oder wie er ja jetzt heißen muss Friulano - von der Winzerin Isodora Polencic aus Cormons, bestellt. Der Wein - richtig temperiert, strohgelb, mit einer feinen Säure und einer leichter Fruchtigkeit - passte perfekt zum Tintenfisch. Weine von dieser Winzerin gibt es mehrere auf der Weinkarte, sowohl weiße als auch rote. Die Chefin des Lokals mag sie angeblich sehr gerne, was ich durchaus verstehe.  

Rote Rüber Suppe Altstadtwirt  Tintenfischsalat Altstadtwirt

Vorspeisen, die Lust auf mehr machen: Rote Rübensuppe und Tintenfischsalat

mit Oliven und Kapern

Meine Gattin hatte sich für diesen Abend vorgenommen, unbedingt Nudeln zu essen. Also wurden Risotto, Carne und auch Pesce links liegen gelassen, und ein Teller traditionelle Spaghetti mit Fleischsauce bestellt, und dazu ein Insalata Mista. Ich habe mich - nicht nur aus Solidarität  - diesem Trend angeschlossen, und von der Tageskarte Spaghetti mit Trüffelrahmsauce geordert. Uns hat es beiden ausgezeichnet geschmeckt, und so wie es sein soll, ihre Spaghetti ihr, und meine mir, besser. Die Trüffel-Rahmsauce auch sehr dezent, cremig aber doch nicht zu üppig, die Pasta natürlich al dente. Da der dazu sicher bestens passende Barbaresco nicht glasweise ausgeschenkt wurde, habe ich mich für ein Achterl Merlot 2013 entschieden, wieder von unserer Isodora Polencic aus Cormons. Um € 4,80 eine dunkel rubin-granatrote, nach Beeren und Kirschen schmeckende, Occasion. Die Spaghetti Bolognese meiner Gattin für meinen Geschmack ein bisschen zu bissfest, die Sauce ein bisschen zu trocken.

ERdfrüchte in der Salzkruste  Spaghetti m it Fleischsauce

Zweimal klassische Spaghetti: Einmal fein mit Trüffeln und einmal

rustikal mit Fleischsauce 

 „Wann I nur aufhören könnt!“ heißt es in einem bekannten Fernsehspot. Nun, auch wir konnten nicht aufhören, und so bin ich – nach einer Grappa versteht sich – bei einer Schokoladentarte gelandet. Eigentlich nicht nur optisch ein Gesamtkunstwerk, bestehend aus zwei Schnitten flaumigen Schokokuchens, einem Glas mit „besoffenen“ Beeren (Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren) und einem Gupf süßen Schlagobers. Auch meine Gattin war mit dem dagegen eher bescheiden anmutenden, aber geschmacklich in nichts nachstehenden Panna Cotta bestens bedient.

Schoko Altstadt 2  Panna Cotta Altstadt

Desserts zum Verliieben im Altstadthaus: Panna Cotta und Schokokuchen

mit frischen Beeren

 So haben wir dann, nach zwei Espressi und nach zwei Stunden feinen Tafelns, um die Rechnung gebeten. Und diese tat unserem Glücksgefühl keinen Abbruch, denn sie betrug keine € 90! Und wir waren uns wie selten einig: Wir haben ein neues, würdiges Lokal für unsere künftigen Thermenaufenthalte gefunden.

 Mittwoch. Zur Wochenmitte haben wir uns beim Aussuchen des Resturants für das Abendessen wirklich schwer getan. Zur Auswahl standen das Restaurant "Casa del Nonno" in Gornja Radgona, also gleich jenseits der slowenischen Grenze, der uns schon bestens bekannte Metzgerwirt im Zentrum von Radkersburg und eine Buschenschank. Für eine weniger touristische und eher urige hätten wir aber nach Klöch fahren müssen, denn in Straden und Tieschen war noch nirgends ausgesteckt. Selbst in Klöch war die Auswahl noch sehr bescheiden, sodass wir uns - nicht zuletzt auch aufgrund der widrigen Straßenverhältnisse (Glatteis) - für den Metzgerwirt entschieden haben.

Trilogie Vorspeise

Steirische Vorspeisentrilogie mit allem was dazugehört beim

Metzgerwirt in Bad Radkesburg

 Ein richtiges Wirtshaus, mit einer Fleischerei und einem Spezialitätengeschäft, wo es Breinwurst, Verhackertes oder Kübelfleisch zu kaufen gibt. Und Mittwoch ist auch der sogenannte "Schmankerltag", da werden z.B. gebratene Ripperl, Stelze, oder Surbratl angeboten. Wir entschieden uns jedoch für Gerichte von der Karte und starteten mit einem Vorspeisenteller "Steirer Trilogie", mit Rindfleisch-Sulz, Vulkano-Schinken und einem Kürbiskernpesto. Gott sei Dank haben wir den gemeinsam gegessen, sonst wären wir bereits nach der Vorspeise satt gewesen. Alles frisch und köstlich, mit etwas Salat, Pfefferoni und Zwiebelringen und einem Körbchen guten Schwarzbrotes serviert.

 Meine Gattin gelüstete  es nach etwas deftigem, und sie bestellte sich das Herrengulasch mit Semmelknödel und einer Schüssel mit gemischten Salat. Das Gulasch herrlich sämig, mit Wadschinken gemacht, wie es sich gehört. Der Semmelknödel etwas weich, und die ganze Portion beachtlich groß. Da wollte ich ihr in nichts nachstehen, und bestellt für mich den Schweinsbraten vom Schopf, ebenfalls mit Semmelknödel und mit Sauerkraut. Das Fleisch köstlich zart, das Saftl so richtig gschmackig, das Kraut gut gewürzt, ja fast etwas zu sauer, könnte man sagen. Knödel und Kraut waren etwas zu weich, um auch das nicht zu verschweigen. Und eine Portion für einen Mann, kaum zu bewältigen. Wir hatten aber noch nicht genug, und bestellten als süßen Abschluss noch ein (eigentlich waren es zwei) Stück Winzerpalatschinke mit Traubenmarmelade, und mit Früchten und Schlagobers garniert. Frisch gemacht und einfach köstlich, da schmeckte man noch die Eier und die Marmelade war sowieso sensationell. Auch die haben wir mit großem Vergnügen gemeinsam verdrückt.

Herrengulasch  Winzer palatschinke

Herrliches Herrrengulasch vom Wadfleisch mit Semmelknödel  Winzerpalatschinke mit

Traubenmarmelade und Schlag

Noch zu den Getränken und zur Rechnung. Ich hatte zwei kleine Murauer Biere vom Fass um je € 2,70, eine alte Zwetschke ebenfalls vom Fass zur Verdauung um € 4,30 und einen Espresso um € 2,10. Der große Vorspeisenteller war um € 9,40 wohlfeil, das Gulasch kostete € 7,20 und der Schweinsbraten € 7,90. Mit dem stillen Mineralwasser und dem Espresso meiner Gattin haben wir nicht ganz € 50 bezahlt. Und dazu vom perfekten Service noch zwei Stamperl Weichsellikör samt Weichseln zum Abschied bekommen. Ein sensationelles Preis-Leistungsverhältnis für eine gute, ehrliche Wirtshausküche und für einen großen Hunger. Der Meztzgerwirt bleibt auch weiterhin einer unserer Favoriten.

 

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Der Thaller in St. Veit: 16 von 20 Punkten und 2 Hauben im Gault&Millau, 

89 Punkte und 2 Gabeln im Falstaff mit steigender Tendenz

 Donnerstag: Der Donnerstag war bereits unser letzter Abend und zweifellos das kulinarische Highlight unserer Thermenwoche. Wir nahmen die mit über 30 km doch einigermaßen weite Anreise in Kauf, und liessen uns im Restaurant Thaller verwöhnen. Mittags speist man dort relativ normal à la carte wie z.B. Wiener Schnitzel oder Blunzn Gröstl, abends dagegen gibt´s nur ein 4-6 gängiges Menu mit einer etwas misteriösen Speisekarte, die nur ein bisschen etwas über die Zusammensetzung der einzelnen Gänge verrät. Man konnte aber immerhin bekanntgeben, was man daraus nicht haben will oder nicht verträgt, und das taten wir auch.

 Beinschinken vom Turrach Schwein  Gesäuerte Forelle vom Thaller kl

Ein fulminanter Beginn beim Thaller: Beinschinken vom Turracher-Schwein

und gesäuerte Forelle

 Meine Gattin und ich wählten beide das Viergang-Menu - genannt "das kleine Orchester" - um € 59, ich dazu noch die Weinbegleitung um € 29.-. Zum Start noch extra dazu den empfohlenen Frizzante Rosé vn Georgio Clai aus Buje in Istrien. Ein sehr gelungener Beginn, muss ich sagen. Das trifft auch auf den Gruß aus der Küche zu, einen Beinschinken vom Turrach-Schwein mit Avocado uns selbstgezogenen Sprossen, originell auf einem Holzbrett serviert. Dann kamen schon die sogenannten "Miniaturen", kleine aber feine Schmankerl beginnend mit einer leicht gesäuerten Forelle, gefolgt von einem Beef Tatar vom Ochs mit fermentierten roten Rübern und schließlich geriebene Bauernbutter mit gemahlenem und geröstetem Weißmohn. Und dazu köstliches Brot, und das alles unter dem Titel "Gedeck" mit € 6/Person in Rechnung gestellt. 

Beef Tatar vom Ochs beim Thaller  Bauernbutter mit Mohn

Beef Tatar vom Ochsen mit fermentierten roten Rüben und geriebene

Bauernbutter mit geröstetem Weißmohn

 Jetzt war es aber höchste Zeit, ins wirkliche Menu einzusteigen. Dazu kam der erste Wein aus der gewählten Weinbegleitung, ein Riesling Federspiel 2014 von F.X. Pichler aus Langenlois. Gut temperiert, mit spürbarem Alkohol, trocken und mit ausbalancierte Säure, begleitete er den steirischen Silberlachs mit Rüben und Karotten, Karottensauce  und Zitrussafterl hervorragend. Dann kam das nächste Glas, ein Grauer Burgunder aus dem Jahr 2013, schon etwas älter und reifer, goldgelb und voll auf der Höhe seiner Kraft, mit kräftigem Körper, vom Weingut Leiner aus der Pfalz. Dazu kam für mich das steirische Mais- bzw. Weidehenderl mit allem, was so dazu gehört, z.B. ein poschiertes Ei und eine ausgezeichnete, rauchige Topinambursuppe. Meine Frau hatte sich für die Erdfrüchte in der Salzkruste mit Gelbwurz und roten Rüben entschieden. Beide Gerichte ausgezeichnet, mein zartes Henderl mit der molligen Suppe für mich natürlich der Favorit.

Frischer Silberlachs vom Thaller   Angus Rind beim Thaller

Der Steirische Silberlachs als eine der Vorspeisen, das Filet vom Angus-Rind

als Hauptgericht                                                                     

Als Hauptspeise gab es für uns beide das Gleiche mit einem kleinen Unterschied: Ein Filet vom Angusrind, rosa gebraten, mit Gänseleber und Süßkartoffelpüree. Meines wirklich medium rare und das meiner Gattin eher well done. "Da gibt´s nichts zu meckern", hätte Alfons Schuhbeck wohl zu diesem Gang gesagt. Dazu einen Pinot Noir von einem kleinen Weingut in Slowenien, dessen Namen ich nicht behalten habe. Und das ist gut so, da hätte es weit bessere Begleiter zu diesem herrlichen Filetstück gegeben, als diesen etwas zu zarten (fast "dünnen") und zu leichtgewichtigen Slowenen.

Vor der wirklichen Nachspeise gab es dann noch einen kleinen Hollerkoch mit Zimtblüten, Schokolade und rotem Hebiskusblütenstaub. Sah sensationell aus und schmeckte auch ganz gut. Der feine, rote Staub reizte aber Nase und Gaumen und sorgte für leichtes Niesen und Husten. Das wiederum verursachte rote Flecken auf dem Tischtuch und auf der Kleidung, was nicht sehr praktisch, aber auch wiederum leicht zu entfernen war. Dazu kam auch gleich der Dessertwein, ein mit 9% Alkohol eher leichter und süßer Ex Vero 2004 vom Weingut Merlitsch in der Steiermark. Keine besonders gelungene Wahl fand ich, auch nicht zum eigentlichen Dessert vom Topaz-Apfel mit Walnusskrokant und Sanddorn. Das allerdings war perfekt. 

Hollerkoch beim Thaller  Topaz Apfel vom Thaller

Eigentlich zwei köstliche Desserts: Hollerkoch mit Zimtblüten und Topaz-Apfel

mit Walnusskrokant 

So verabschiedeten wir uns nach gut zwei Stunden von diesem gastlichen Haus, in dem ich mir vorher noch ein gutes Schnapserl von der Hirschbirne und einen Espresso vom Illy gönnte. Und natürlich die Rechnung in Höhe von € 185,20 bezahlte, und - obwohl diese ziemlich "geschmalzen" war, weil meine Gattin den Abend mit zwei kleinen Flaschen Vöslauer das Auslangen gefunden hatte - auch noch reichlich Trinkgeld drauflegte. Es war uns schließlich gut gegangen, wir waren satt und doch nicht überessen, und wir waren - vielleicht mit Ausnahme des einen oder anderen Weines - rundherum zufrieden. Das Urteil des Falstaff "ehrliche, authentische Küche ohne Schnörkel, immer mit dem besten Geschmack" - konnte ich allerdings nur zum Teil nachvollziehen. Denn Schnörkel gab es meiner Meinung nach doch einige durchaus gelungene!