Heckmann kocht!

Herberstein Schlossbrasserie

Brasserie Herberstein - Genuss für alle Sinne

Ein Abend auf den Linzer Hausbergen

Was will man mehr, um an einem Freitagabend die Woche stilvoll abzuschließen: Ein Abendessen in der Brasserie Herberstein, eine herrliche Aussicht über die Dächer von Linz, und schließlich ein stilvolles Konzert in der Martinskirche. Das alles in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Schlossberg und dem Römerberg.

Der Neue in Herbersteins Brasserie Gastro Wechsel story 537740 630x356px f6815bffec33e7a2232f7a9fafdaa387 koch jpg1 Schlossbrasserie Jakobsmuscheln

Koch Ingo Rietheimer und seine Vorspeisen-Kreation von der Jakobsmuschel

Aufgrund des Konzerttermins kamen wir früh am Abend, und waren nicht nur die ersten, sondern eine Zeit lang überhaupt die einzigen Gäste. Dafür war das überaus freundliche Service eher langsam, v.a. die Wartezeit zwischen Vor- und Hauptspeise kam uns doch etwas lange vor. Gott sei Dank behielten wir das Gedeck bestehend aus drei verschiedenen Sorten Brot und etwas Hummus, Bärlauchaufstrich und gesalzener Butter auf dem Tisch. Die Speisekarte war eher überschaubar, das Preisniveau dafür durchaus anspruchsvoll. Ich freute mich auch auf die Kochkünste von Ingo Rietheimer, der ja erst letzten Herbst von den Donauwirtinnen in die Schlossbrasserie gewechselt hatte. Noch ein Gag von der Speisekarte: Es gibt eine kleine, bunte Speisekarte für Kids, und darauf eine absolute Spezialität: Ein (leerer) „Räuberteller“, mit dem man bei den anderen am Tisch auf Raubzug gehen kann.

Von den Vorspeisen wählten wir das Consommé von der Staudensellerie (€ 6,20), das ebenso wie die Jakobsmuscheln mit Morcheln in Rahm (€ 6,60) durchaus Lob verdiente. „Nichts zu meckern“ gab es eigentlich auch bei den Hauptspeisen, auch wenn wir lange darauf warten mussten. Das ging vom gebratenen Zanderfilet (wohlfeil um € 23,80) über den Kalbsrücken mit Spargel und Sauce Hollandaise (angeboten um € 25,90) bis zu den Kinderspaghetti = Nudeln in Tomatensauce (€ 5,50). Den Vogel abgeschossen haben allerdings die Desserts, die Lavendel-Crème brulée und das Mousse und das Küchlein von der Schokolade. Welch ein krönender Abschluss!

Schlossbrasserie Kalbsrücken mit Spargel 5.2017 Schlossbrasserei Lavendel Creme brulee

Ein Kalbsrücken kann ebenso wie die Lavendel-Creme brulée auch entzücken!

 

Am Ende noch ein Wort zu den Getränken und zur Rechnung: Mein kleines Zwickl von Gösser zu Beginn war erfrischend, ich kam schließlich von meinem Saunanachmittag. Gut schmeckte auch der Rosé Secco als Aperitif. Der Urgesteinsriesling aus Gobelsburg passte perfekt zum Kalbsrücken mit Spargel, ebenso der Merlot Reserve zum gebratenen Zander. Ein Lob auch dem Kaffee, sowohl dem Espresso als auch dem großen Braunen. Die Rechnung für 4 Personen und ein Kind fiel mit € 185.- inkl. Tip angesichts der bescheidenen Konsumation doch relativ hoch aus. Schließlich hatten wir nur 2 Vorspeisen, 3 Hauptspeisen und eine Kinderportion und 2 Nachspeisen. Keine Flasche Wein, kein Digestif. Aber wie gesagt: Was will man bei einer solch atemberaubenden Aussicht noch sagen?