Heckmann kocht!

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Eiklarkuchen

Eiklarkuchen

Vom Lückenbüßer zum Paradestück

 

Wenn meine Mutter gekocht oder gebacken hat, sind ihr des Öfteren einige Eiklar übrig geblieben. Natürlich kann man damit feine Eclairs oder einfache Windbäckerei machen, aber sie hatte dafür eine ganz besondere Verwendung: Sie machte einen köstlichen Eiklarkuchen. Nun habe ich das auch schon öfters probiert, z.B. einmal als Geburtstagskuchen oder als Weihnachtsüberraschung. In der Zwischenzeit gehört der Eiklarkuchen zu meinem Standardrepertoire Hier ist das Rezept dafür, und zwar für eine normale Version und für eine etwas größere Kastenform wie bei der letzten Geburtstagsfeier für die Malerrunde meiner Gattin (in Klammern).

 

Zutaten

  • 6 (8)Eiklar                                                                  
  • 12 (16) dag Rosinen
  • 20 (27) dag Kristallzucker                                             
  • 6 (8) dag Margarine (Butter)
  • 12 (16) dag geriebene Haselnüsse  (Walnüsse, tw. Mandeln)                         
  • 10 (13) dag Schokolade
  • 10 (14) dag Mehl glatt                                                         
  • ½ (1) Pkg. Backpulver

Butter und Mehl zum befetten bzw. bemehlen der Form (oder Backtrennspray)

Marmelade (siehe Tipps)

Glasur und Dekoration je nach Anlass (siehe Tipps)

 

Zubereitung

Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen. Dann den Kristallzucker langsam einrieseln lassen und solange schlagen, bis die Masse ganz steif ist. Schokolade reiben und mit den Nüssen, dem Mehl und den Rosinen vermischen. Diese Masse dann in den Schnee einrühren. Zum Schluss die zerlassene Margarine (Butter) darunter mengen. Den Kuchen in eine bemehlte Kastenform geben und im Backrohr bei 190° ca. 45-50 Minuten backen. Falls er oben schon zu dunkel wird, die letzten 10 Minuten mit einer Alufolie abdecken.

Dann aus der Form stürzen und auskühlen lassen. Nach Belieben einmal durchschneiden und mit Marmelade füllen. Falls gewünscht noch mit weißer oder brauner Kuvertüre oder Zitronenglasur überziehen und je nach Anlass dekorieren (Streusel, Nüsse, Rosen. Marshmallows, etc.).              

 

Tipps

- Die Schokolade muss man nicht reiben, sondern man kann sie gemeinsam mit der Butter schmelzen und am Schluss zur Teigmischung geben

- Die Rosinen können zum Teil oder zur Gänze durch Aranzini (Orangeat), Zitronat oder andere klein gehackte kandierte Früchte ersetzt werden. Auch einige kleine Schokoladestückchen machen sich im Teig ganz gut. Nicht zuviel, sonst wird die Masse zu schwer.

- Ich schneide den Kuchen nicht nur einmal durch und fülle ihn mit einer feinen, neutralen (zB. Himbeer) oder einer säuerlichen Marmelade (zB. Ribisel ), sondern ich überziehe ihn vor dem Glasieren manchmal noch zu Gänze leicht mit einer Marmeladeschicht. Vor dem Glasieren die Marmelade aber bitte etwas anziehen = übertrocknen lassen!

- Wenn man mehr als 6 Eiklar hat, zB. 8, dann kann man damit einen größeren Kuchen machen. Man erhöht die Mengen für die anderen Zutaten entsprechend (in meinem Beispiel um 1/3), nimmt eine etwas größere Kastenform und verlängert auch die Backzeit auf 50-60 Minuten.

- Wenn Sie noch mehr Eiklar haben, machen Sie lieber 2 Kuchen und nehmen eine größere und einen kleinere Kastenform. Der Eiklarkuchen lässt sich sowohl halbfertig (nur fertig gebacken) als auch ganz fertig (glasiert und dekoriert) gut einfrieren.

- Durch eine anlassgerechte Glasur und Dekoration wird aus dem Aschenputtel eine Prinzessin, der Kuchen gibt dann wirklich etwas her (siehe Fotos). Und schmecken tut er ohnehin gut!

- Für die Glasur kann man gerne einen Becher Fertigglasur hernehmen, man kann sie aber natürlich auch selbst machen. Man hat ja bereits Schokolade mit Butter für den Teig geschmolzen!

Als Weihnachtskuchen mit Marzipanglasur und Nüssen verziert   Mit weisser Kuvertüre und Rosen als Geburtstagskuchen!