Heckmann kocht!

Gartenschau & Mostheuriger, Oferinger Dorffest, Platzhirsch,

Sommerkehraus und Fischerwirt Ernsthofen. Dazu ein neues Rezept

für eine köstliche Pistazientorte!

 

Beim Spitzwirt nicht mehr erwünscht!

Berichte vom  Ausflug nach Aigen-Schlägl und einer Einkehr beim Mostheurigen Erdpresserhof, vom Ofteringer Dorffest, von einem Abendessen in Enns, vom letzten Grillfest mit der Familie und von einem Mittagessen beim Fischerwirt in Ernsthofen. Eine Torte die Aufsehen erregt: Neues Rezept für eine Pistazientorte!

Kein Platz mehr für mich bei der Spitzwirtin in Forst!

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Ein Bild aus besseren Tagen: Die 60iger Feier meiner Gattin          Meistens bestens, aber am Ende auch Anlass zur Kritik

Eine unerfreuliche Überraschung erlebte ich beim Versuch, bei der Spitzwirtin einen Platz für eine Familien-Geburtstagsfeier für 9 Personen im Dezember zu reservieren. Nach zahlreichen positiven Erlebnissen und vielen schönen Feiern im größeren und kleineren Kreis - sowie einigen sehr euphorischen Beiträgen auf meiner Homepage - hatte es zuletzt einmal nicht so gut geklappt. Das Haus übervoll, die Wartezeiten extrem lang, und die Qualität auch unter dem sonst gewohnten Niveau. Daher fiel mein Beitrag auch etwas kritischer aus als sonst, und das ist bei der von mir übrigens sehr geschätzten Chefin Frau Stein gar nicht gut angekommen. Es stünde mir wie jedem anderen zwar frei, Kritik zu üben und diese auch zu posten,  aber sie hätte es doch lieber gehabt, das nicht "hinterrücks" zu machen, sondern in Form einer persönlichen Aussprache. Leider ist es absolut nicht üblich, Kritiken oder Rezensionen mit den Betroffenen abzustimmen, und ich werde dies auch in Zukunft nicht tun. Dafür nehme ich auch in Kauf, dass mir Frau Stein "den reservierten Tisch für Samstag, 21. Dezember 2019, lieber nicht geben möchte."

Sie werden also an dieser Stelle - und auch unter Aktuelles, wo sie übrigens noch meinen älteren Beitrag "Der Spitzwirt ist Spitze" finden können - nichts mehr von oder über den Spitzwirt finden. Dafür aber umso mehr über andere gute Restaurants und Gasthäuser in der Umgebung, wie z.B. über den Reif in Staudach für ein gepflegtes Mittag- oder Abendessen oder den Mostheurigen Erdpresserhof für eine fantastische Jause mit einem Traum von einem Kartoffelkäse. Und beim Kirchenwirt in Kirchberg sind wir gerade dabei, und ein bisschen "einzuessen"!

 

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Nichts für Gourmets: Der Bio Garten Eden in Aigen-Schlägl         Zum Abschluss ein Bio-Zwickl im Stiftskeller - Gastgarten

Wenn einer eine Reise tut, dann hat er etwas zu erzählen. Nicht sehr viel zu erzählen - zumindest aus kulinarischer Sicht - gibt es vom Ausflug unseres Siedlervereins zur Landesgartenschau nach Aigen-Schlägl. Nach einer sehr interessanten Führung durchs Stift - die Brauereiführungen waren leider bereits ausgebucht - bin ich mit einigen Bekannten gleich im "Hopferl" der Stiftsbrauerei hängen geblieben. Mit einem Paar Würstel oder einem Semmerl mit warmen Leberkäse zum Frühstück haben wir uns für den bevorstehende Rundgang gestärkt. Für ein "Schlägler" war es noch ein bisschen zu früh, aber der Kaffee schmeckte ausgezeichnet. Über die Gartenschau möchte ich hier nicht viel sagen, nur dass das gastronomische Angebot armselig war. Das Mittagessen bei "Chef Partie´s Bio.Wirt war eine Katastrophe, die Speisen vom Buffet abgestanden und unansehnlich, Selbstbedienung mit äußerst unfreundlichem Personal an der Kassa. Nur Gruppen mit Vorreservierung wurden besser behandelt und auch bedient. Auf dem Gelände selbst ein Holzofen zum Brotbacken, der aber gerade erst angeheizt worden war. Und eine Vorführung eines Kombi-Dampfgarers von Miele, wo der Schweinsbraten allerdings schon im Rohr war und darüber hiansu nichts mehr auf dem Programm stand. So blieb uns zum Trost nach über 4S00 Schritten vor der Abfahrt noch ein kühles Schlägler Bio-Zwickl, und das haben wir genossen.

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Erdpresserhof - Mostheuriger Schartmüller       Eine gemischte Jause und eine Essigwurst,  wie sie besser nicht sein könnten

Der krönende Abschluss des Tages war dann der Einkehrschwung beim Mostheurigen Schartmüller in Staudach /Alkoven, dem sogenannten "Erdpresserhof". Freundliches und flinkes Service, moderate Preise, einen guten Most und, was am wichtigsten ist, eine ausgezeichnete Jause. Die gemischte Jause oder auch die Speck-Jause um € 7,50 sind eine wahre Freude fürs Auge und für den Gaumen und eine ganz ordentliche Portion. Köstlich auch die Essigwurst, um € 4,50 ein wirklich respektables Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders erwähnenswert das ausgezeichnete Brot und der wirklich flaumige Erdäpfelkäse. Einen Dreier-Kas (Kasjausn) gibt´s übrigens um € 4,70, eine Kochkas-Jausn um € 5,80. Das Mehlspeisenangebot waren am Abend schon ein bisschen dünn, aber es gab noch duftende Bauernkrapfen, einen Apfelstrudel und warme Schokoküchlein mit Schlagobers und Eis. Ich habe mir vorgenommen, an einem schönen Herbsttag noch einmal einen Gastgartenbesuch zu machen....

 Eröffnungt Bgm. Musik und Gäste Fischerrunde besser

Eröffnung durch Bürgermeister Lackner mit der Trachtenkapelle       Die Fischerunde mit ihren bratfrischen Steckerlfischen

Der Wettergott hat es mit dem heurigen Ofteringer Dorffest nicht besonders gut gemeint. Aber trotz des unfreundlichen Wetters kamen doch zahlreiche Besucher. Das kulinarische Angebot war groß und umfasste u.a. Gyros-Weckerl , Pommes frites, warmen Leberkäse Bratwürstel, gegrillten Schopfbraten und Käsekrainer, Steckerfische, Aufstrichbrote und natürlich gute, selbstgemachte Mehlspeisen. Auch an Getränken herrschte kein Mangel, obwohl sich der Durst bei diesem kühlen Wetter eher in Grenzen hielt.

Die meisten Besucher suchten und fanden einen gemütlichen Sitzplatz im Foyer und in der Halle. Dort sorgte auch die Trachtenkapelle Oftering für musikalische Unterhaltung, und dort fand auch die Eröffnung durch Bürgermeister Dietmar Lackner statt. Der Spieleteil mit der Hüpfburg musste aufgrund des Schlechtwetters leider entfallen. Für eine willkommene Bereicherung sorgte auch eine Tombola mit schönen Preisen. Trotz aller Widrigkeiten hat das gemütliche Beisammensein bis zum Einbruch der Dunkelheit angedauert!

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Das Angebot der Pensionisten: Schopfbraten und Käsekrainer        Was wäre so ein Fest ohne die köstlichen Mehlspeisen

Nach Enns kommen wir nicht allzu oft, schon gar nicht zum Essen. Auch diesmal war der Anlass zu einem Abendessen der Besuch eines guten Freundes in der Reha-Klinik. So landeten wir also beim „Platzhirsch“, dem Stadtheurigen im Herzen von Enns. Ein relativ neues Lokal mit einem neuen Konzept, einer Mischung von Gasthaus und Heuriger. Für das Gasthaus steht traditionelle österreichische, saisonale Küche von der Rindsuppe mit Frittaten über Wiener Schnitzel und Rindsgulasch bis zum Mohr im Hemd und zum Mostschober. Als Heuriger reicht das Angebot von der Brettljause über die verschiedensten Aufstrich-Brote bis zum Knackwurstsalat. Hervorzuheben sind neben der zentralen Lage der große, schöne und schattige Gastgarten sowie das sehr aufmerksame Service.

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Der Platzhirsch ganz nahe beim Hauptplatz im Enns      Zu kühl für den Gastgarten, aber dennoch gemütliches Ambiente 

Wir versuchten uns an einer Knoblauchcremesuppe mit pikantem Schwarzbrotknödel serviert im originellen Emailtöpferl, wohlfeil um € 4,40. Sah nicht nur gut aus, sondern mundete auch köstlich. Nicht zu sehr nach Knoblauch schmeckend, sämig aber nicht zu oberslastig, und der Brotknödel ein Gedicht. Der gemischte Salat, egal ob als Vorspeise oder als Beilage, kostete € 3,50 und fand vor allem bei den Damen am Tisch gefallen. Diese entschieden sich einmal traditionell für Hascheeknödel mit Gulaschsaft und Sauerkraut (€ 8,90, wobei eine zusätzliche Portion Gulaschsaft nachgereicht wurde) und einmal regional-innovativ für gefüllte Rauner mit Paprika, Linsen und Erdäpfel-Kren-Püree. Beide Gerichte wurden sehr gelobt. Uns Herren fiel die Entscheidung nicht sehr schwer, fand sich doch ein Krustenbratl vom Schopf mit Semmelknödel und warmen Krautsalat auf der Karte (€ 12,90). Zwei ordentliche Stücke vom Schopf, etwas Krustl dabei, zwei mittlere Knödel und ausreichend Krautsalat. Im Prinzip schmeckte alles gut, das Fleisch war zart und die Schwarte knusprig. Alles in ein bisschen zu viel Saft ertränkt vielleicht. Die Nachspeise mussten wir aus Zeitgründen streichen, außerdem waren die Portionen der Hauptspeise reichlich bemessen. So blieb es beim obligaten Espresso.

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 Ein Krustlbratl vom Schopf mit allem was dazugehört                   Vegetarische Kost: Gefüllte Rauner in Kartoffel- Krensauce

Noch ein Wort zu den Getränken. Ich habe sowohl das offene tschechische Bier – in diesem Fall Starobrno - sowie die beiden Weißweine - einen Welschriesling und einen Grünen Veltliner - sehr genossen. Die Winzer sind meist sehr prominent und reichen vom Kolkmann über Bründlmayr bis zu Polz. Alles in allem ein gemütlicher Abend mit eher rustikaler Küche, bester Bedienung und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Allerlei vom Grill und jede Menge Beilagen warten auf die Gäste       Ruth hat zum Kaffee eine Mandelblume mitgebracht

Am letzten schönen und warmen Sonntag zelebrierten wir einen gemütlichen Sommerkehraus. Wunderbares Bade- und Terrassenwetter bildeten den Rahmen für gute Unterhaltung, lustiges Treiben, und natürlich ein ausgiebiges Festmahl vom Grill. Doch zunächst gab es Kaffee und Kuchen, den wieder unsere Nichte Ruth mitgebracht hatte. Sie überraschte uns mit einer kunstvoll geflochtenen Mandelblume, die nicht nur prächtig aussah, sondern auch noch herrlich schmeckte. Später folgten pikante Kipferl aus Yufka-Teig, gefüllt mit Schafkäse und Spinat bzw. Faschiertem, dazu eine kühle und prickelnde Cava. Vom Grill gab es dann ein buntes Allerlei, von Salsicci und Bratwürsteln über Cevapcici und Berner Würsteln bis zu Lammkotelets, Rindersteak und Hühnerkeulen. Dazu verschiedenste Salate und Saucen, sowie jede Menge Gemüse. Nach einem Frühroten Veltliner wandten wir uns zwei Roten aus der Toskana zu, einem Sangiovese und einem Rosso di Montalcino, die wir beide sehr genossen. Den süßen Abschluss bildeten gegrillte Bananen mit Eis und Eierlikör, begleitet vom  süßen "Ti amo" von Hochriegl. Damit haben wir den wahrscheinlich letzten sommerlichen Sonntag wirklich optimal ausgenützt! 

IMG 1438 edited Fischerwirt Lichtis mit Himbeerstrudel

  Ausflugsziel mit feiner Landhausküche: Der Fischerwirt       Helga & Klaus freuen sich auf den Topfen-Heidelbeer-Strudel

Unseren guten Bekannten und ehemaligen ArbeitskollegInnen Helga und Klaus aus Hargelsberg haben wir es zu verdanken, dass auch wir einmal beim allseits gelobten Fischerwirt in Ernsthofen/NÖ gelandet sind. Und bei einem gemütlichen Mittagessen auf der schönen Terrasse am Ennsstausee fanden wir so ziemlich alles bestätigt, was man so über dieses Haus sagt oder schreibt. Gault Milleau verleiht dem Wirtsehepaar Hartaller Jahr für Jahr 14 von 20 Punkten, verbunden mit einem dicken Lob. Auch Falstaff lobt sie und bewertet das Haus seit einiger Zeit mit 83 von 100 Punkten und einer Gabel. Die Speisekarte ist gar nicht so umfang-, dafür aber sehr abwechslungsreich. Neben zwei preiswerten Mittagsmenüs - eines davon vegetarisch - gibt es drei Tagesempfehlungen (wieder eine davon vegetarisch) mit drei Vorschlägen fürs Dessert. Meine Gattin hat sich schließlich für eine wirklich cremige aber doch nicht überladene Knoblauchcremesuppe um € 4,80 und einen gekochten Tafelspitz mit Rösti, Apfelkren, warmer Schnittlauchsauce und Wurzelgemüse um € 17,50 entschieden. Das Rindfleisch dünn aufgeschnitten und sehr zart, mit einem Fettranderl wie es sich gehört. Die Schnittlauchsauce war so gut, dass es ruhig ein bisschen mehr sein hätte können. Ich habe als Vorspeise ein Tatar von der hausgeräucherten Regenbogenforelle mit Brot-Chips, Kartoffelschaum und Forellenkaviar um € 10,80 gewählt. Optisch wunderschön anzuschauen, geschmeckt hat es mir auch. Und bei der Hauptspeise bin ich bei meiner traditionellen Bestellung, einem Wiener Schnitzel vom Schwein mit Kartofferl, Preiselbeeren und Salat, geblieben. "Da gibt es nichts zu meckern", kann ich nur sagen, das war die € 13,50 allemal wert. Und vom Schnitzel musste ich, wie es sich für einen ordentlichen Pensionisten gehört, sogar ein Stück in Alufolie verpackt mit nach Hause nehmen. Wir haben uns dann als Nachspeise gemeinsam noch einen flaumigen "Koch im Hemd" gegönnt, wie der Mohr im Hemd hier heisst. Mit Schokoladen-Obersschaum um 6,50. Optisch wiederum ein Meisterwerk, und geschmeckt hat er uns auch.

Fischerwirt Forellentartar Rindfleisch mnit Kren

Eine Augenweide: Tatar von der geräucherten Forelle                 Ein klassischer Tafelspitz mit Rösti, Apfelkren und Gemüse

Unsere Bekannten hatten sich für Eierschwammerlsuppe mit Prosciutto-Grissini, herzhaften Schwammerl-Rostbraten mit Serviettenknödel, Lachsforellen-Risotto und einen Topfen-Heidelbeerstrudel mit Vanillesauce entschieden, und waren ebenfalls rundherum zufrieden. Noch ein Wort zu den Getränken: Mit meinem Pfiff Gösser-Zwickl war ich ebenso zufrieden wie mit dem Riesling und dem Grünen Veltliner vom Holzapfel. Der Service war perfekt, und auch sonst gäbe es noch einiges Positives über den Fischwirt zu sagen. Von seinen geräucherten Forellen und dem hausgemachten Räucherspeck bis zum hauseigenen Kräutergarten und dem wöchentlichen Grillabend in den Sommermonaten.

Wir fuhren anschließend wieder zurück nach Oberösterreich und wurden bei unseren Bekannten In Hargelsberg mit Kaffee und einem ausgezeichneten Ribiselkuchen mit Schneehaube verwöhnt!

Das Ofteringer Dorffest und der Ausflug zur Landesgartenschau mit abschließender Einkehr beim Mostheurigen "Erdpresser" in Staudach sind erfolgreich absolviert. Bleibt als nächstes die Geburtstagsfeier meines Bruders kommendes Wochenende beim Göttfried.

Ansonsten wird es im September keine kulinarischen Höhepunkte mehr geben. Aber dafür kommt ja dann der Ausflug ins Schlemmerparadies nach Straßburg!

 

Darauf freut sich schon Ihr

Georg Heckmann

Oftering, am 19. September 2019