Heckmann kocht!

Zweimal kleines Abendessen, Atelier- und Schlossbesuch, Italienischer Kochabend, Genusstrip ins InnviertelWeinseminar undAusflug nach Gmunden.Als Rezept gibt es weiterhin das bunte Herbstgemüse. 

Einladung zum Dinner bei Alex & Günther und bei Ruth & Moritz, Besuch im Atelier Haid und im Schlossrestaurant Traun, VHS-Kochkurs "Italienische Küche", Knödel & Kräuter im Innviertel, Bibel und Wein und ein schöner Tag in Gmunden.Als Rezept gibt es weiterhin den herbstlichen Gemüsetopf "Buntes Herbstgemüse in pikanter Tomatensauce".

Buntes Gemüse Kürbisgemüse Zubereitung 2

Kürbis, Zucchini und Tomaten: Buntes Herbstgermüse aus den OÖ. Nachrichten - auch mir bestens gelungen!

Ich hatte gerade von einer Bekannten einen Hokkaido-Kürbis geschenkt bekommen, als ich beim Durchblättern der Ausgabe der OÖ Nachrichten vom 1.10.2021 auf dieses Rezept gestoßen bin. Die eine Hälfte des Kürbisses hatte bereits für eine gute Suppe Verwendung gefunden, die andere sollte schließlich eine köstliche Beilage zu einem Brathenderl werden. Das Rezept für dieses Gemüsegericht samt Bildern finden Sie bereits im Rezeptteil.

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 Zum Aperitif selbstgemachtes krosses Bätterteigebäck     Als Hauptspeise Entenbrust mit mit Rollgerstlrisotto

Gestern hatten wir eine Einladung bei Alexandra & Günther zum Kaffee und zum Abendessen. Gleich nach dem Nachmittagskaffee mit kleiner aber feiner Mehlspeise ging es weiter zum Aperitif. Der fein perlende und nach Rosen duftende Frizzante war ein kongenialer Begleiter des u.a mit Bergkäse und Speck gefüllten krossen Blätterteiggebäcks. So gestärkt konnten wir in Ruhe auf die kräftige Kürbiscremesuppe mit Karotten warten, zu der wir einen gelben Muskateller probierten. Den tranken wir dann auch zur rosa gebratenen Entenbrust weiter, zu der sich ein ausgezeichnetes Rollgerstlrisotto gesellte. Es versteht sich von selbst, dass ein so ein gutes Essen mit einer Grappa abgeschlossen werden musste!

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        Ein Hokkaido für eine eine Kürbiscremesuppe           Occo Bucco - italienisches Schmorgericht mit Loch

Ein kleines Abendessen gab es vorgestern bei Ruth & Moritz. Es war eine Art nachträgliche Geburtstagsfeier im kleinen Familienkreis. Serviert wurde zunächst eine feine Kürbiscremesuppe zum Anwärmen des Magens. Dann folgte ein Osso Buco, das typisch italienische Schmorgericht mit den "Scheiben mit Loch" aus der Kalbshaxe. Geschmort wurde mit Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten. Dazu gab es eine würzige Gremolata und wie es sich gehört bissfeste Spaghetti.

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   Carpacccio vom Hirschrücken mit marinierten Pilzen       Wildschweinbraten in Wacholderahm mit Rotkraut

Schon Tradition hat der jährliche Besuch im Atelier meiner Gattin Haid anlässlich der "Tage des offenen Ateliers". Ebenso traditionell ist das anschließende Abendessen, das diesmal im kleinen familienkreis im Restaurant des Schlosses Traun stattfand. Und wir sollte es um diese Jahreszeit auch anders sein, im Mittelpunkt standen Wild, Gemüse und Schwammerl. Die einzigen "Abweichler" waren eine köstliche getrüffelte Sellerieschaumsuppe, ein Wiener Schnitzel vom Kalbsrücken und natürlich die Desserts, ein dunkles Schokoladenmousse mit Pistazien-Espuma und eine Eispalatschinke mit Vanilleeis, Schokosauce und Schlagobers.

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Kürbisrisotto mit gegrilltem Kürbis und Parmesan       Dunkles Schokoladenmousse mit Pistazien - Espuma

Der Kürbis fand sich in den cremigen Kürbisgnocchi mit Kürbisgemüse und frischem Parmesan sowie im Kürbisrisotto mit gegrilltem Kürbis und Parmesan wieder. Das Wild billierte schon im Carpaccio vom Hirschrücken, in dem auch die marinierten Pilze (über)reichlich vertreten waren, im Wilschweinbraten in Wacholderrahmsauce mit Serviettenknödel und Rotkraut sowie im Hirschrückensteak mit Kartoffel- und Selleriepüree und Rotwein-Zwetschken. Dazu wurde vom Schilchersturm und vom  trüben Schlossbier über den Heideboden vom Ree aus Andau bis zum Espresso und Melange auch abwechslungsreich wenn auch massvoll getrunken. Mit 170.- € inkl. Tipp war das Preis-Leistungsverhältnis für 4 Personen wie immer im grünen Bereich.

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Kursleiterin Angela de Pasquale mit mir als ihrem Sous Chef             Tagliatelle Piselli e Prosciutto

Durch Zufall bin ich auf die Kochkurse der VHS  LInz-Land gestossen, die in der Küche der Mittelschule Traun veranstaltet werden. Als erstes habe ich mich gleich zum Kurs "Italienische Küche - Ein Abendessen mit Freunden" angemeldet. Kursleiterin war Frau Angela De Pasquale, eine Sizilianerin, die zunächst einige Jahre in Deutschland gelebt und die es dann nach Österreich verschlagen hatte. Unter den zehn KursteilnehmerInnen war ich der einzige Mann, den ich beim Kochen dann auch gestellt habe. Aufgrund meiner "Schnipselkünste" - ich habe vom Schinken bis zum Dill alles geschnitten - wurde ich von unserer Kursleiterin auch gleich zum Sous Chef befördert. Aber auch die niedrigeren Dienste - vom Tischdecken bis zum Abwaschen - gehörten zu meinem Aufgabenbereich.

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  Tagliatelle con guanciale (luftgetrockneter Speck)               Hahn im Korb in einer netten Damenrunde

Zu Beginn gab es Brötchen mit Lachs und mit Schinken mit einem Schluck Prosecco. Dann standen Nudeln (Pasta) - von Hand ohne Küchen- und/oder Nudelmaschine gemacht - auf dem Programm. So haben wir schließlich aus Pizzamehl, Hartweizengries, Eiern, Salz und etwas lauwarmen Wasser vier gleich große Portionen Teig produziert und dazu vier verschiedene Saucen: Salmone e Zucchini standen ebenso auf der To Do Liste wie Piselli e Prosciutto, und Tagliatelle con Guanciale ebenso wie Tagliatelle Funghi e Salsiccia. Dabei habe ich immerhin einiges Neues gelernt, z.B. dass es sich bei Guanciale um einen luftgetrockneten Speck (Schweinebacke) handelt und bei Straciatella (di Bufalo) um einen dem Mozarella ähnlichen, fädenziehenden Weichkäse. Am Ende des Abends wurde dann mit Rotweinbegleitung getafelt und die Reste zum Nachhause-Nehmen eingepackt. Ciao und buena sera, nach diesem sehr interessanten und unterhaltsamen Abend!

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Knödeldrehen im Genussbauernhof Jenichl  in Wagham        ...und diese dann auch mit Genuss verspeisen!

Der diesjährige Ausflug unseres Siedlervereins führte ins schöne Innviertel. Als Organisator hatte ich auch die Leitung dieser Tagesreise inne, die uns zu vier Stationen führte. Den Anfang machte der Genussbauernhof Jenichl in Wagham bei Altheim, wo wir in die Kunst des Knödeldrehens eingeführt wurden. Die köstlichen Hasché, Surspeck und Grammelknödel konnten dann im Anschluss auch verspeist werden. Eine Hofführung und ein Einkauf im Shop vervollständigten unseren Aufenthalt. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter zum Kräuterhof Schneiderbauer in Lamprechten. Der Familienbetrieb wurde zunächst im "Gewürzkino" präsentiert, bevor ein Rundgang durch Produktion und Lager einen tieferen Einblick in die Welt der Gewürze und Tees ermöglichte. Juniorchef Sefan Schneiderbauer stanbd dabei selbst für alle Fragen zur Verfügung, bevor auch diese Station durch einen Einkauf im Hofladen abgeschlossen werden konnte.

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Einkauf im Hofladen bei Kräuterbauer Schneiderbauer    Zum Abschluss Apfelradln beim Haiderwirt in St. Veit

Weiter ging es dann in die Naturschule St. Veit, wo Frau Konsulent Herta Tiefenthaler durch ihren üppigen Gemüse- und Kräutergarten führte. Die Rosen waren zu dieser Jahreszeit natürlich alle schon mehr oder weniger abgeblüht. Neben dem Ab-Hof-Verkauf verarbeitet sie auch ihre Ernte u.a. zu köstlich Marmeladen und eingelegtem Gemüse. Am Ende der Führung stand die Besichtigung des gemeinschaftlichen Brotbackofens. Den Abschluss der Reise bildete die Einkehr ins Dorfwirtshaus Haiderwirt in St. Veit. Bei einer wohlverienten Stärkung - von der Brettljause über die Essigwurst bis zu Pofesen und gebackenen Apflradln - fand der Tag einen gemütlichen  Ausklang.

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        Fr. Wörister mit  Referent Probst Holzinger                    Weine vom Weingut Brustbauer aus Dürnstein

Unter dem Titel "Bibel und Wein" veranstaltete das Katholische  Bildungswerk Oftering einen abwechlsungsreichen und interessanten Abend im Gemeindesaal. Referent war der Probst des Stiftes St. Florian Johannes Holzinger, zugleich auch Generabt der sechs Augustiner Chorherrenstifte in Östereich. Wenn auch St. Florian selbst ein "Stift ohne  Wein" ist, gehört zum Orden ja auch noch das Stift Klosterneuburg mit eigenen Weingärten. Als Unterstützung stand ihm Weinbauer Durstberger aus Oberloiben zur Seite, mit dem ihn eine mehr als 20jährige Freundschaft verbindet. Und dieser war natürlich nicht nur mit seiner Gattin, sondern auch mit zahlreichen Kostproben aus seine  insgesamt 6 ha großen Weingärten mitgekommen.

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          Weinhauer Brustbauer präsentiert und erklärt seine Weine            Probst Holzinger: Wein- und bibelfest

Im anmutig dekorierten Saal wurde auch ein kleiner Imbiss sowie Nussbrot und Kekserl gereicht. Auch für Wasser und Apfelsaft war gesorgt. Im Mittelpunkt standen jedoch Geschichten und Zitate aus der Bibel aus dem Alten und dem neuen Testament, in dem der Wein eine Rolle spielt. Das ging von der allgemein bekannten Wunder bei der Hochzeit von Kanaan über das wahre Bild vom Weinstock aus dem Johannes-Evangelium bis zum letzten Abendmahl. Hr. Durstberger gab als Co-Referent Informationen und Wissenswertes über den Weinbau und aus der Domäne Wachau weiter und präsentierte sechs seiner Weißweine vom Chardonnay Federspiel bis zum Riesling Smaragd. Wie es sich an einem solchen Abend gehört wurde natürlich auch ein Prälatenwein - in diesem Fall ein Grüner Veltliner JG. 2016 - verkostet.

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Mittgagessen auf der Terrasse im Hotel Schwan                Etwas Ausgefallenes:Linsengulasch mit Debreziner

Der Besuch einer Cousine aus der Schweiz und das im Gegensatz zur Vorwoche ausgesprochen schöne Wetter motivierten uns zu einem Ausflug in die schöne Traunseestadt Gmunden. Der Rathausplatz erstrahlte nicht nur im Sonnenlicht, sondern war auch Veranstaltungsort für einen kleinen Keramikmarkt. Da konnte ich leider nicht widerstehen und musste unseren Bestand an traditionellem, grüngeflammtem Gmunder Porzellan wieder einmal etwas aufbessern.Den Mittagstisch hatten wir auf der Seeterrasse vom Hotel Schwan reserviert. Ich ließ mir meine Leberreissuppe und mein gebackenes Schweinsschnitzel - auf besonderen Wunsch mit Pommes und Salat - gut schmecken. Meine Gattin hatte sich für etwas Ausgefalleneres entschieden, nämlich für köstliche Specklinsen in cremiger Sauce mit Semmelknödel und würzigen Debreziner. Unsere Cousine hat das knusprige Backhendl - eine ausgelöste Maishuhnkeule goldbraun gebacken mit Erdäpfel-Vogerlsalat - gewählt und war damit ebenfalls sehr zufrieden.

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    Zum Nachmittagskaffee eine Schoko-Trüffel-Torte    Herrlicher Ausblick auf der Seeterrasse beim Hoisn-Wirt

So gestärkt konnten wir dann per Schiff eine kleine "Schlösserrundfahrt" absolvieren. Nach der Rückkehr suchten wir vergeblich nach einem freien Platz in einem der Kaffeehäuser am Rathausplatz oder auf der Esplanade. Leider war alles besetzt, sodass wir kurzerhand ins Autos stiegen und unser Glück zunächt im Gasthof Grünberg versuchten. Nachdem auch dieser Versuch nicht erfolgreich war, fuhren wir einfach weiter zum Hoisn-Wirt, wo wir einen der letzten noch verfügbaren Tische auf der großen Terrasse ergattern konnten. Bei einem guten Cappucino, einer Joghurt-Mohn- und einer Schoko-Trüffeltorte sowie einem Zwetschkenfleck ließen wir mit herrlichem  Blick auf den Traunsee den späten Nachmittag gemütlich ausklingen.

Nach den beiden Einladungen im Familienkreis wird es kommende Woche hoch hergehen. Zunächst mit der Veranstaltung "Gemeinsam Wandern" am Nationalfeiertag mit einer großen Grillerei und hausgemachten Mehlspeisen und dann mit einem Kochkurs bei Johanna Maier in Filzmoos. Und dann folgt ohnehin gleich der 1. November mit den Heiligenstriezeln.

 

Davon werden Sie natürlich alles erfahren, das verspricht Ihnen Ihr

 

 Georg Heckmann

  

Oftering, am 24 Oktober 2021