Heckmann kocht!

Landhof

Der Landhof – eine Oase der Ruhe im Industriegebiet

 

Vergangene Woche habe ich meine Kollegen nach unserer Vertriebssteuerungssitzung zum Abendessen eingeladen. Es war meine letzte Sitzung, weil ich Ende September zunächst auf Urlaub und dann mit Jahresende in die Pension gehe. Die Wahl fiel auf das altehrwürdige Restaurant Landhof im Industriegebiet am Hafen. Ausschlaggebend dafür waren die schnelle Erreichbarkeit von der voestalpine aus über die Autobahn, eine mehr als ausreichende Anzahl von Parkplätzen und – last but not least – eine Empfehlung meines Kochfreundes Joe.

 

Was uns dort erwartet hat, lässt sich mit der Bewertung aus dem Gourmet Portal „Gute Küche“ sehr schön zusammenfassen: „Ruhige Lage, gemütliche Innenausstattung, ausgezeichnete Küche, erstklassige Weine, schöner ruhiger Gastgarten und Innenhofgarten sowie gute Parkmöglichkeiten.“ Ergänzen möchte ich das noch durch „sehr freundliche und aufmerksame Bedienung und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis“. Es war ein langer Sitzungstag mit einem ausgesprochen schönen Abend, an dem wir als einzige Gäste im Innengarten des Restaurants Platz genommen hatten. Die Speisekarte des Restaurants unterscheidet sich von jener des Gasthausbetriebes, der angeblich auch als gehobene Kantine der Firma Plasser und Theurer geführt wird. Neben der Standardkarte gibt es auch eine Tageskarte sowie eine gut sortierte Weinkarte, auf der sich das Who is Who der österreichischen Weinszene widerfindet.

 

Nach einem feinen Bierchen als Aperitif – es gibt sowohl Weißbier als auch Zwickel – labten wir uns an einer ausgezeichneten Kürbiscremesuppe, an hausgebeiztem Lachs, Jakobsmuscheln und einer Consommé mit Kaspressknödeln. Meine Kürbiscremesuppe war in Ordnung, und auch meine Kollegen waren zufrieden. Bei den Hauptspeisen spannte sich der Bogen von hausgemachten Gnocchi mit Tomaten Oliven und Bergkäse über Tournedos vom Rind mit Steinpilzen, Erdäpfelkrapfen und Marktgemüse bis zum Lammkarree mit Kräuterkruste auf mediterranem Gemüse und Rosmarinerdäpfeln. Ich hatte „Erlesenes vom Kalb“ bestellt, Rücken, Leber und gebackenes Bries mit Erdäpfeln und Stangensellerie. Ich war ebenso wie alle anderen wieder rundherum zufrieden. Eine Flasche Riesling von Bründlmayer und ein offener Zweigelt Heideboden vom Nittnaus waren kongeniale Speisenbegleiter. Am Ende reichte es nur bei einem Kollegen für eine Nachspeise, alle anderen gaben sich mit einem Mocca und aufgrund der Tatsache, dass wir ja alle mit dem Auto gekommen waren, ohne Grappa, zufrieden. Das Holunderblüten-Parfait mit Himbeeren hat gut ausgesehen, gekostet habe ich es aber nicht.

 

Alles in allem ein unspektakulärer aber gemütlicher Abend nach einem aufregenden Büro-Tag. Kein Haubenrestaurant, aber gehobene Gasthausküche auf regionaler Basis mit einem internationalen Touch. Dazu ein überdurchschnittlich freundliches und aufmerksames Service, eine überragende Weinkarte und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis. Ich würde sagen, eine insgesamt gute Empfehlung!

 

 

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Eine kleine Idylle im Industriegebietes am Hafen

 

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Schmeckt wirklich gut: Erlesenes vom Kalb im Landhof