Heckmann kocht!

Familie Petlberger am Feiertag

Ein ausgedehntes Mittagessen

Sommerlicher Besuch von lieben Freunden

Es war wirklich an der Zeit, wieder einmal unsere besten Freunde Christa & Joe zum Mittagessen einzuladen. Besonders gefreut hat es uns, dass auch Sohn Michi mitgekommen ist. Obwohl es das Wetter zugelassen hätte und wir den ganzen Nachmittag auf der Terrasse verbracht haben, wurde nicht gegrillt. Ich hatte mich schon so lange nach einem ausgiebigen Kochevent gesehnt, und das habe ich dann auch so richtig genossen.

Peutlbg. 5 Peutlbg. 5.2018 Aufstriche und Rohkost

Schöne Tafel im Freien für unsere Gäste Christa & Michi -  Gedeck wie im Haubenrestaurant mit Pasteten und Rohkost 

Zurück aus Bad Gleichenberg hatten wir vom Spezialitäten-Shop des Steira Wirtes – Marke „ mein Bruder der Koch“ - zwei hausgemachte Aufstriche mitgebracht, eine Steinpilz-Kalbsleberpastete und ein Kürbiskern-Knoblauch Schmalz. Dazu kam noch ein selbstgemachter Topfen-Senf Aufstrich. Gemeinsam mit einigen Scheiben Baguette und Wurzelbrot gab dies den einen Teil des Gedecks. Den zweiten Teil bildete in Pommes-Form gestifelte Rohkost (Rettich, Karotten und gelbe Rüben) mit Trüffel- und Kernöl zum Dippen. Dazu gab es traditionell einen gut gekühlten Frizzante vom Sax.

Peutlbg. 5.2018 Monika bei Tisch Peutlbg. 5.2018 Spargeltarte

Gastgeberin Monika ist schon bei dem Hauptgericht - vorher gibt´s aber noch die Spargel-Topfen-Tarte

So gestärkt konnten wir uns an die Vorspeise heranwagen, schon wieder eine Spargelquiche, aber diesmal eine ganz andere. Die Spargel-Topfen-Tarte mit grünem Spargel basiert nämlich auf einem Mürbteig mit Graumohn. Der Belag besteht – außer dem grünen Spargel – aus Topfen, Creme fraiche. Dijon-Senf und geriebenem Bergkäse. Das Rezept für diese Tarte entstammt einem Billa-Rezeptheft und ist ein bisschen aufwendiger als für eine normale Tarte, weil der Teig nicht nur kühl Rasten sondern auch blind gebacken werden muss. Aber die Mühe lohnt sich, wie meine Gäste ausnahmslos bestätigt haben. Der Grüne Veltliner von der Domäne Wachau hat dazu ein bisschen „geschwächelt“, etwa besser gepasst hat der Gemischte Satz vom Wieninger gepasst.

Hauptspeise und Höhepunkt des Mittagessens waren dann die Rindsrouladen auf italienische Art. Das Rindfleisch stammte von einem sehr jungen Tier aus dem Bio-Stall unserer Nachbarn. Die Rouladen als Schnitzel geschnitten, dann geklopft und gefüllt mit je einer Scheibe Prosciutto und Provolone und gegrillten, geschälten Paprika. Die Sauce mit Tomatenmark, geschälten Tomaten, Rotwein und Gemüsebrühe und mit Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, gelben Rüben und Staudensellerie. Dazu alle verfügbaren italienischen Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Petersilie und Salbei sowie ein bisschen Zitronenschale für die Säure, etwas Chili für die Schärfe und ein Teelöffel Zucker für die Balance. Als Beilage Papardelle und Gurken- sowie grüner Salat. Hauchzart das Fleisch, sehr gemüsig und geschmackvoll die Sauce. Der Barbera von unserem Freund Mossio aus Rodello im Piemont erwies sich dazu als ausgezeichnete Wahl.

Peutlbg. 5.2018 Hauptspeise Peutlbg. 5.2018 Eisvariation

Hauptspeise Rindsrouladen auf italienische Art mit Papardelle, als Dessert Eisvariationen auf einem Eisblock serviert

Nach einem schwer verdienten Digestif konnten wir uns dann erfrischenden Eisvariationen widmen, die im Wesentlichen von unserer Hofkramerei stammten. Außergewöhnlich war die Art der Präsentation, nämlich auf einem Eisblock, wie wir es beim Steira Wirt in Trautmannsdorf gelernt hatten. Das war aber noch nicht alles, es gab noch einen späten Espresseo mit einer Erdbeertorte. Nein, natürlich keine normale Erbeertorte, sondern eine Crostata di Fragole aus dem Harrys Bar Kochbuch. Mit Mürb- und Biskuitteig, einer selbstgemachten Vanillecreme und Erdbeeren mit Schlagobers. Das „Tüpfelchen auf dem I“ sozusagen. Und ehe wir uns versahen, war aus dem späten Mittagessen ein früher Abend geworden. Aber gemütlich war es, und offensichtlich hat es auch allen geschmeckt!

Peutlbg. 5.2018 Erdbeertorte ganz Peutlbg. 5.2018 Stück Torte

Crostata di Fragole - eine etwas aufwendigere, aber umso köstlichere Erdbeertorte aus Harrys Bar in Venedig