Heckmann kocht!

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Feuer und Fladen - Flammkuchen aus dem Elsass

Feuer und Fladen

Flammkuchen aus dem Elsass

Einen Beitrag mit diesem Titel habe ich während eines Fluges in einer Ausgabe des Stern entdeckt. Die Story war gut, und das Rezept schien mir sehr interessant. Inzwischen habe ich den Flammkuchen selbst mehrere Male zubereitet und festgestellt, dass alles aus diesem Beitrag seine Richtigkeit hat. Zum Beispiel, dass der Flammkuchen sowohl im Winter (wo er wärmt) als auch - als leichte Kost - im Sommer gut schmeckt. Dies sowohl als Hauptmahlzeit wie zB. als schnelles Mittagessen genauso wie als Snack zum Wein. Apropos Wein: Mit seiner Sauerrahmschicht und den deftig-rauchigen Speckstreifen passt der Flammkuchen ideal zum Weissburgunder, harmoniert aber auch mit Riesling und Silvaner und verträgt sich durchaus auch mit einem frischen Pils. Genug gesagt, jetzt zum Rezept. Besser gesagt zu den Rezepten, denn es gibt eines ohne und eines mit Hefe. Ich habe beide probiert: Nicht nur, dass der Hefeteig natürlich aufgeht und eine bessere Figur macht, er schmeckt mir auch besser.....

 

Zutaten (für 4 Personen)

- 250 g Weizenmehl (Typ 550)

- 2 TL Sonnenblumenöl

- etwas Salz

- Wasser

- 100 g Schinkenspeck (in dünnen Scheiben)

-1 mittelgroße weiße oder rote Zwiebel

- 100 g Topfen (Fett)

- 150 g Creme fraiche

- Pfeffer aus der Mühle

- Muskat frisch gerieben

 

Zubereitung

Mehl und 1 TL Salz in einer Schüssel mit 100 ml Wasser und dem Öl verkneten. Erst mit den Knethaken des Handmixers verrührern, dann mit den Händen zu einem elastischen Teig verarbeiten. Zu einem Kloss formen und mit Folie abgedeckt ruhen lassen.

Speck in feine Streifen schneiden, Zwiebel ebenfalls fein schneiden. Topfen mit Creme fraiche, 1/2 TL Salz, Pfeffer und einer guten Prise Muskat verühren. Backofen mit einem Backblech in der untersten Einschubebene auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig in zwei Portionen teilen. Jede Portion in eine dünne, ovale Teigplatte (halb so groß wie das Backblech) ausrollen und auf ein Backpapier legen. Die Topfenmischung auf die Teigplatten streichen, dabei 2 cm Rand freilasssen. Zwiebel und Speck auf den Platten verteilen und das Backpapier mit den Platten auf das heiße Blech ziehen. 8 -10 Minuten backen und sofort servieren.

Meine Lieblingsvariante:

5 - 6 g frische Hefe mit 50 ml lauwarmem Wasser und 1 EL vom Mehl verrühren. Nach etwa 10 Minuten mit weiteren 50-70 ml Wasser und den restlichen Teigzutaten verkneten und mindestens 1/2 Stunde gehen lassen. Dann wie oben beschrieben weiterverarbeiten.

 

Tipps:

- Der bzw. die beiden Flammkuchen lassen sich auch rund in entsprechenden Quiche-bzw. Tarteformen backen.

- man kann die Flammkuchen auch nur 4-5 Minuten "vorbacken" und dann vor dem Servieren nochmals für dieselbe Zeit überbacken. Damit kann man sie "vorproduzieren" (auch schon am Vortag) und und erst kurz vor dem Verzehren fertigbacken. Sie eignen sich auch bestens zum Einfrieren.

- es gibt jede Menge Varianten für den Belag, zB. nur mit Zwiebeln backen und vor dem Servieren mit Raukeblättern bestreuen oder den Speck durch geriebenen Käse ersetzen. Damit sind die Flammkuchen auch für Vegetarier geeignet.

- Man kann den Belag noch verfeinern, indem man zB. ein Ei für eine bessere Bindung und etwas Rapsöl für einen schönen Glanz dazugibt.

 Jetzt aber gutes Gelingen und guten Appetit!

       

  geteilter Teig nach dem Ausrollen           Fladen frisch aus dem Backrohr