Heckmann kocht!

Raffinierte Knödelküche

Raffinierte Knödelküche

 

Entdecken sie das Knödelland Oberösterreich

 

Wenn wir zuhause internationalen Besuch zum Essen hatten, egal ob aus den USA oder aus Frankreich, herrschte in einem Punkt dieselbe Ratlosigkeit: Wenn es um unser „Eingemachtes“, nämlich um unsere Knödelküche ging. Während sich im Englischen die Übersetzung im Wesentlichen auf den Begriff „Dumplings“ einschränken lässt, gibt es im Französischen mehrere Möglichkeiten: Vom einfachen „Knödel“ über die „Quenelles“, bis zu den „Boulettes“ oder „Boulettes pochées“. Das alles spiegelt nicht im Geringsten die Vielfalt und vor allem die Bedeutung unserer heimischen Knödelküche wider. Grund genug, hier einmal eine gesunde Basis zu schaffen, und das geht am besten mit einem Kochkurs. Da kam das Angebot der Seminarbäuerinnen im Rahmen des LFI „Raffinierte Knödelküche - entdecken sie das Knödelland OÖ“ gerade recht. Gemeinsam mit meinem Freund Joe waren wir zwei von vier Männern in der insgesamt 16 TeilnehmerInnen umfassenden Gruppe von Lernwilligen.

 

Kursleiterin Elisabeth Streicher aus Dörnbach hatte wirklich nichts dem Zufall überlassen: Von der liebevollen Dekoration des Seminarraums über eine (antialkoholische) köstliche Bowle bis zu den fachlichen Vorbereitungen war alles perfekt. Nach einer kurzen theoretischen Einbegleitung ging es gleich zur Sache bzw. zu den Grundlagen. Kursleiterin Streicher zeigte der gesamten Gruppe, wie man die verschiedenen Knödelteige zubereitet. Das ging vom Griesknödel bis zum Spinatknödel und vom Knödel-Brotteig bis zum Topfenteig, den sie "Rucki-Zucki-Teig" genannt hat. Bestens vorbereitet hatte sie auch schon einen großen Topf mit Sauerkraut samt Rinderbratensaft als Beilage für die pikanten Knödel sowie einen Hollerröster für die süßen "Rundlinge".

 

Bei der Einteilung der Gruppen bildeten wie immer Joe & ich ein Team. Wir stürzten uns gleich auf das Rezept für gebackene Speckknödel. Dazu sind im wesentlichen drei Komponenten erforerlich: Man braucht einen Erdäpfelteig, eine Fülle aus Speckwürfeln und feingehackter Zwiebel und zuletzt einen Überguss aus Milch, Sauerrahm und Eiern. Das alles (nicht gleichzeitig, sondern nacheinander) in eine gefettete Backform und fertig ist die ganze Angelegenheit. Und weil uns noch etwas Zeit geblieben war, haben wir noch einen Topfengriesteig gemacht und ihn mit Zwetschken gefüllt.

 

Zum Abschluß des Kurses gab es ein wahres Festmahl. Und unsere Ergebnisse reichten auch noch, um die eine oder andere Kostprobe mit nach Hause zu nehmen. Mir ist es jedenfalls gelungen, damit meine Gattin noch um 22.00 h "hinter dem Ofen hervorzulocken". In der Zwischenzeit habe ich zuhause bereits die "Gmundner Räucherfischknödel" als Vorspeise und die Nugatknödel als Nachspeise probiert und mit großem Erfolg serviert. Wir Oberösterreicher wissen halt, was wir an unserer Knödelküche haben!

 

 

 

Knödel 2 klein -2.2015

 

Frau Streicher weiss, wie´s geht, und kann das auch der Gruppe ganz ordentlich vermitteln

Knödelkurs 2-klein

 

 

Neben allen anderen Zutaten darf im Teig auch eine Prise Muskatnuss nicht fehlen