Heckmann kocht!

Almtalerhof neu

Geburtstagessen im Almtalerhof

Es noch nicht so lange her

 

Erst im Dezember des Vorjahres waren wir das letzte Mal im Almtalerhof in Traun. Sehr viel hat sich seit diesem Besuch nicht geändert. Unverändert blieben das freundliche Interieur, die gute Küche bzw. Köche sowie die freundliche Bedienung und weitestgehend auch die abwechslungsreiche aber dennoch überschaubare Speisekarte. Die Unterschiede lagen eher auf unserer Seite. Da war zunächst einmal die Tageszeit, denn diesmal handelte es sich um ein spätes Sonntag-Mittagessen. Und dann die Zusammensetzung unserer Gruppe. Diesmal waren wir mehr Leute, und alle aus der Familie.

Almatalerhof 11.3.18 GEb.Kind MonikaJPG Almatalerhof 11.3

Das Geburtstagskind beim Auspacken der Geschenke       Lauwarmer Spinatsalat mit Schupfnudeln, Tomaten und Pilzen

Das Lokal war etwas besser besucht als das letzte Mal. Die meisten Gäste waren allerdings schon beim Fertigwerden, als wir knapp nach 13.00 h unsere Bestellung aufgaben. Von den gewählten Speisen- und Getränken war vieles bereits vom letzten Mal bekannt: So z.B. die Paprika-Kürbiscremesuppe oder das Kalbsgulasch mit Spätzle, und ebenso das Rib Eye Steak mit Bratkartoffeln. Das ändert nichts daran, dass hier wiederum ein dickes Lob angebracht werden muss. An Neuem probierten wir die brave Rindsuppe mit Frittaten und die interessant anzusehende gebeizte Lachsforelle mit Dill-Senf Sauce und Kartoffelkrokant. Schmeckt nicht schlecht, sieht aber trotzdem besser aus, als sie schmeckt.

Das mehrfach gewählte Rib Eye Steak war perfekt, ebenso die dazu angebotene Café de Paris Butter, die in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Genf erfunden wurde. Diese Nobelvariante einer Grill- oder Kräuterbutter besteht in der Regel neben Butter aus Tomatenpüree, Senf, Kapern, Schalotten, Estragon, Sardellen, Cognac sowie Curry- und Paprikapulver. Sie schmeckte besser als die schon etwas verschrumpelten Bratkartoffeln. Keine Kritik gab es an den Pommes und am knackigen Mischgemüse. Die Vegetarier-Abteilung entschied sich natürlich für den lauwarmen Spinatsalat mit Schupfnudeln, Tomaten und Pilzen und war mit dieser Wahl sehr zufrieden. Blieben noch zwei Klassiker: Meine Gattin als Geburtstagskind wählte wie das Kalbsrahmgulasch mit Butterspätzle, das ihr bereits das letzte Mal geschmeckt hat. Optik und Geschmack bestens, Spätzle bissfest, Fleisch zart, Sauce sämig. Und mein Bruder entschied sich für ein Original Wiener Schnitzel vom Kalb in Butterschmalz gebacken mit Petersilienkartoffeln und Preiselbeeren. „Wunderbar, wie in Wien“ war sein kurzer Kommentar. Übrigens: Auch unser Enkerl war mit seinem Kinderschnitzel mit Pommes und Ketchup sehr zufrieden.

Almatalerhof 11.3.18 Tischgesellschaft beim Essen Almatalerhof 11.3.18 Vanillepudding

Im Almtalerhof sitzt man bequem und speist gut und angenehm               Vanillepudding anstelle von Tageskuchen

Nicht unbedingt zur stärksten Seite des Hauses zählen die Desserts. Kleine Auswahl, und die dann nicht komplett. Anstelle des auf der Karte in Aussicht gestellten „Tageskuchens“ wurde dann nur ein schlichter und einfacher Vanillepudding mit Schlagobers angeboten. Die Zweierlei Schokolademousse mit Marillen-Ragout schmeckte zwar fein, sehr süß und cremig, jedoch war nur mehr eine Portion vorhanden. Lob verdienen die Powidltascherl, die - sehr flexibel - mit Maroni-Mousse und Vanilleeis serviert wurden. Noch ein kurzes Wort zu den Getränken. Das gute Bierangebot wurde von mir bereits das letzte Mal gelobt, das kleine Zwickel von Gösser schmeckte wieder ausgezeichnet, ebenso das Achterl vom Riesling vom Amon aus Gobelsburg. Zum Steak vergönnten wir uns eine Flasche St. Laurent von Landauer Gisperg um € 25, und haben das auch nicht bereut. Ebenso wenig die zwei kleinen Schnapserl vom Bauer aus Graz, einen Williams und einen Vogelbeeren.

Kommen wir zuletzt zur Rechnung, einer positiven Überraschung. Wir haben für 7 Personen insgesamt nur € 270.- bezahlt (ohne Tipp), zugegebener Weise mit einem Kind (Kindermenü), mit nur vier Vorspeisen und mit relativ wenig Alkohol. Aber immerhin mit fünf Nachspeisen, mit einer Flasche Rotwein, sowie mit zwei Digestifs und fünf Kaffees. Wir wurden gut und schnell bedient, und das Ambiente ist freundlich & hell und man hat großzügig Platz. Ein bisschen Platz bleibt auch noch für Kritik: Im Almtalerhof gibt es kein Gedeck und auch kein Amuse-Gueule. Auf Wunsch wird jedoch frisch Gebackenes (Laugenbrezerl, Salzstangerl. etc.) angeboten. Wir wurden allerdings weder gefragt, noch wurde das Körbchen ungefragt serviert. Die Speisekarte wechselt kaum, ich kann jetzt für längere Zeit nicht mehr hingehen. Aber ich habe ja die Möglichkeit, das Angebot via Homepage des Restaurants zu beobachten. Dies trifft übrigens auch für das tägliche Mittagsmenü zu. Und ganz zuletzt: Beim Nachspeisenangebot gibt es meiner Meinung nach sicher noch Luft nach oben!

Almatalerhof 11.3.18 Mousse Almatalerhof 11.3.18 Powidltascherl

Kleine aber feine DessertauswahL: Zweierlei Schokomousse mit Marillenragout und Powidltascherl mit Maronischaum