Heckmann kocht!

Hofkramerei feiert einjähriges Jubiläum

HOFKRAMEREI feiert Jubiläum

 

Es ist wirklich kaum zu glauben, aber genau vor einem Jahr haben wurde die Hofkramerei von Eva Ehmeir in Mitterbachham eröffnet. Seit dem hat sich unglaublich viel getan: Im Sommer des Vorjahres hat ein rauschendes Fest stattgefunden, und zu zahlreichen Anlässen hat es kleinere Veranstaltungen gegeben, wie z.B. eine Kochbuch-Präsentation, eine Schaumwein- und eine Kaffeeverkostung oder zur Adventzeit das Kekserlbacken und vieles andere mehr.

 

Das Angebot bzw. Sortiment wurde ständig um neue, interessante Produkte erweitert, und damit erweiterte sich auch der Kundenkreis. Vor allem das frische, saisonale Angebot wie jetzt z.B. der Spargel findet reißenden Absatz. Zuletzt ist der Feta wieder ins Verkaufsprogramm aufgenommen worden. In unseren Küchen ist Feta zusammen mit Mozzarella und Parmesan einer der beliebtesten Käsesorten, wenn es ums Kochen geht. Das liegt neben dem würzigen Geschmack auch daran, dass Feta sowohl heiß als auch kalt eingesetzt werden kann. Aus diesem Anlass habe ich für Eva bzw. ihren Newsletter ein Rezept beigestellt. Die Paprika-Schafkäse-Tascherl (siehe Bild unten) habe ich zu Ostern als Vorspeise serviert. Sie sind einfach zuzubereiten und schmecken wirklich köstlich.

 

Aber zurück zum Jubiläum, das für mich Anlass war. Der Chefin mit einem kleinen Blumenstrauß zu gratulieren und ihr auch weiterhin viel Erfolg zu wünschen. Gefeiert wurde – wie es sich gehört – mit den Kunden und mit einem Tombola-Los für jeden Einkauf. Die Preise (Foto siehe unten) konnten sich durchaus sehen lassen: Von einem Gutschein für eine Kutschenfahrt bis zum neuen Kochbuch von Melanie Limbeck (Buchbesprechung auf meiner Homepage) und von Mehlspeisen und Brot bis zum Gemüsekorb vom Vitaminbauern war alles Dabei.

 

Ich wünsche der Hofkramerei noch viele gute Jahre und freue mich schon auf den nächsten Einkauf!

 

 

Georg Heckmann

 

Preise Tombola

Beim Hofkramerei-Jubiläum wartete zahlreiche attraktive Preise auf die Kunden

 

Paprika Schafkäse Taschen

Ein Rezept für den Feta:Paprika-Schafkäse-Taschen im Hofkramerei-Newsletter

Göttfried in Linz

Göttfried in Linz

 

Was lange währt, wird endlich gut.

 

Unter dieses Motto könnte man uns Abendessen letzten Dienstag beim Göttfried in der Linzer Hofgasse stellen. Hat es vom letzten Sonntag Ende September 2015 in Alkoven bis Mitte April 2016 immerhin doch fast ein halbes Jahr gedauert, bis wir zu unserem „Antrittsbesuch“ erschienen sind. „Einige Monate müsst ihr uns schon Zeit lassen“, sagte damals Chefin Simone, und das haben wir dann auch wirklich getan.

 

Ruhig war es in der Altstadt, als wir letzten Dienstag mit Bekannten die Hofgasse vom Hauptplatz hinaufgingen. Schon von weitem sahen wir auf der linken Seite der Gasse das Schild mit dem uns schon seit Jahren vertrauten Namen. Relativ ruhig war es um 19.00 h auch noch im Lokal, unser reservierter Tisch im rückwärtigen Teil des Restaurants –gegenüber der Küche – war der erste Tisch, der besetzt wurde. Der Empfang war eher kühl, was das Ambiente betrifft, aber umso herzlicher durch die Chefin Simone und später auch durch Küchenchef Christian selbst. Auch das Servicepersonal ist fallweise noch vertraut.

 

Das Layout der Speisekarte war uns noch in bester Erinnerung, dasselbe galt für das Angebot von Küche und Keller. Das Konzept ist unverändert, es wird vorwiegend regionale Küche auf gehobenem Niveau mit einigen Mediterranen Einflüssen geboten. Das trübe Pfifferl vom Eggenberger verkürzte uns die Zeit während der Auswahl unserer Menüs. Da meine Gattin und ich einen Großteil der Speisen schon kannten, konnten wir unsere Freunde am Tisch gut beraten. Das Gedeck mit selbstgemachtem Brot, Butter und zwei Aufstrichen war einfach, aber schnell am Tisch. Dann folgten als Gruß aus der Küche Garnelenravioli mit geräuchertem, geraspeltem Thunfisch. Das hätte man – in Form einer bisschen größeren Portion - als Hauptgericht oder als Primo durchaus auch mit Vergnügen akzeptiert. Ebenso schnell kamen die Vorspeisen, in unserem Fall zweimal die Fenchel-Olivenschaumsuppe mit Steckerlsardine und einmal den Octopus mit Karotten, Ingwer und Erbsen. Die Fenchelsuppe mit dem „Steckerlfisch“, der in Backteig herausgebraten, in schmale Streifen geschnitten und auf einem kleinen Holzspieß aufgefädelt war, schmeckte ebenso spektakulär, wie sie aussah. Gut salzig-säuerlich von der Sardine, deutlich herausschmeckend der Koriander. Der Octopus war ebenfalls mehr als schmackig, sprich sehr gut gewürzt, vor allem gesalzen. Aber rosa und hauchzart, nicht zu vergleichen mit dem, was man sonst gelegentlich an „Fahrradschläuchen“ serviert bekommt. Das Bier hatte in der Zwischenzeit einem hervorragenden Gelben Muskateller Platz gemacht, und auch der Burgunder für den Hauptgang war bereits bestellt.

 

Jetzt muss allerdings das eingangs zitierte Sprichwort ein weiteres Mal strapaziert werden. Es dauerte nämlich eine geschlagene volle Stunde, bis der Hauptgang serviert wurde. Gott sei Dank, waren wir erstens nicht mehr so hungrig, und zweitens ist uns der Gesprächsstoff nicht ausgegangen. So viel zum „Lange-Währen“, jetzt zum „Guten“. Unsere beiden Damen – beide Monikas - hatten Saltimbocca von der Bio-Kalbsleber gewählt, meine Gattin mit einem gemischten Salat. Die Leber wieder zart, auf den Punkt gebraten. Sie wurde sehr stimmig von Feigen-Tortelli und Balsamico-Zwiebel und Speck begleitet. Unser Freund Klaus hatte sich für das uns bestens bekannte Perlhuhn mit Olivengnocchi und Frühlingslauch entschieden, und war damit sehr zufrieden. Vielleicht hätte es um eine Spur wärmer sein können…..Ich wollte eigentlich die Bio-Lammhaxe, aber weil diese schon aus war, gab ich mich dann mit dem Lammkarree mit mariniertem Gemüse und Parmesanpolenta zufrieden. Das Lamm war schwer in Ordnung, für viele vielleicht einen Hauch zu rosa gebraten. Die Polenta cremig und mit intensivem Käsegeschmack. Das Gemüse im Prinzip gut, aber teilweise etwas zu al Dente, vor allem der Fenchel. Der Pinot Noir von ‚Weingut Leitner in Altenberg war am Anfang etwas zu kalt und daher ein bisschen zu flach, erwies sich aber später als kongenialer Begleiter.

 

Da meine beiden Nichten den Schrot bzw. Göttfried vor allem wegen der Dessertkarte lieben, durfte auch an diesem Abend die Nachspeise nicht fehlen. Mein Gattin und ich entschieden uns dabei für Altbekanntes, sie für eine Palatschinke mit Marillenmarmelade, ich für das Schokoladesouflée. Keine Frage, dass uns das gut geschmeckt hat. Dasselbe traf auch für unsere Freunde zu, die den Mohnstrudel bzw. die Creme Brulée gewählt hatten. Auf den Digestif wurde wegen des Heimwegs mit dem Auto verzichtet.

 

Mit zwei kleinen Schwarzen, einer Flasche Mineralwasser und etwas Trinkgeld belief sich die Rechnung für diesen Abend für 4 Personen auf € 250. Für relativ wenig Alkohol (z.B. nur eine Flasche Wein und kein Digestif) und nur drei Vorspeisen zwar beachtlich, aber durchaus noch im Rahmen. Bis auf die Wartezeit also ein absolut gelungener Abend, der ein Wiedersehen bzw. Wiederkommen garantiert. Und das in Kürze, weil ab 14. April gibt es eine neue Speisekarte!

 

 

 

Hofgasse von aussen 1   Göttfried in der Küche   Simone an der Bar

Simone & Christian, die neuen Wirtsleute im Göttfried in der Linzer Hofgasse

 

Fenchel Olivenschaum Suppe

Schmeckt genausso traumhaft, wie sie aussieht: Fenchel-Oilvenschaumsuppe

mit Steckerlsardine

 

Saltimbocca Kalbsleber

Das muss erst einmal jemandem einfallen: Saltimbocca von der Bio-Kalbsleber

Osterfest 2016

Osteressen 2016

 

Ein Fest für die ganze Familie

 

Am Ostersonntag versammelt sich traditionell die gesamte Familie bei uns zum Mittagessen. So war es auch heuer und wir waren 8 Personen, auf deren Vorlieben und NO-GOs beim Menuplan Rücksicht genommen werden musste. Daher war das 4-gängige Mittagessen eine Mischung aus Brauchtum und Moderne, und die Rezepte stammten aus der Familientradition (Rumaer Kochbuch), dem Internet (GuteKüche.at) und einer Kochsendung im Fernsehen (Tim Mälzer-ARD). Die Weine dagegen kamen natürlich alle aus meinem Fundus.

 

Und was ich noch bemerken wollte: Natürlich haben wir am Abend noch gejausnet, Schinken und Wurst, Aufstriche und Käse, Weintrauben und Birnen, Frühjlingszwieberl und Radieschen, Senfgurken und Pfefferoni, u.s.w. Wir mussten ja schließlich noch Eierpecken, das gehört auch zur Tradition!

 

 

Vorspeise: Paprika-Schafskäse-Taschen

 

Die Taschen bestehen aus Blätterteig, gefüllt im Wesentlichen mit geriebenem Schaf- und Hartkäse und gewürfeltem grünem und rotem Paprika (GuteKüche.at)

 

Bründlmayr Brut 2008 Klassischer, handgerüttelter Sekt aus Langenlois, Kamptal, Österreich

 

Suppe :Spinatsuppe mit Bärlauch und Garnelen

 

Dazu brauchen sie jeweils eine gute Handvoll Bärlauch und Spinat, Butter, Milch, Gemüsebrühe, Zitronensaft und eine Zwiebel. Sie können natürlich auch Tiefkühlspinat verwenden (GuteKüche.at)

 

Weissburgunder 2013 Weinbau Sax, Langenlois, Kamptal, Österreich

 

 

Hauptspeise: Gefüllte Kalbsbrust mit überbackenen Semmelschnitten, Karfiol und Broccoli

 

Die Kalbsbrust bestellen sie am besten beim Metzger ihres Vertrauens und lassen sie beim Abholen auch gleich untergreifen (eine Tasche einschneiden). Sie wird gefüllt mit einer Semmelknödelfülle (wie ein Gans oder Ente). Unsere Lieblingsbeilage dazu sind mit Rahm überbackene Semmeln (Rumaer Küche, einst und jetzt) Grüner Salat, Karotten- und Krautsalat

 

Chardonnay Qualitätswein 2012, trocken Weinbau Dieter Schweifer, Kleinhöflein/Eisenstadt, Burgenland, Österreich

 

Nachspeise:Erdbeeren mit Kokossahne

 

Für diese erfrischende Nachspeise brauchen sie frische Erdbeeren, Schlagsahne, Kokosmilch und Kokosraspel, Vanillezucker und Orangenlikör. Die Erdbeeren etwa ¼ Stunde marinieren, inzwischen den Rest zubereiten und frisch servieren (aus der Sendung “Tim Mälzer kocht!” vom 21.5.2011, 15:30 Uhr, ARD, samt Video verfügbar im Internet)

 

Moscato d´Asti Dolce DOCG 2014 Cascina Castlet, Costigliole d´Alba, Piemont, Italien

 

Espresso – Digestif

 

Kaffee & Kuchen: Honigkuchen

 

Den haben diesmal meine Gäste mitgebracht. Wir haben ihn wegen seiner Farbe auch „Braunen Kuchen“ genannt. Er wird mit Vanillecreme und Marmelade gefüllt und mit Schokolade glasiert (Rumaer Küche, einst und jetzt).

 

 

Tipps

 

- mit dem Blätterteig und der Füllung kannn man natürlich auch einen Strudel füllen und diesen dann schön aufschneiden. Oder den

  Strudel vorher in Scheiben schneiden und dann Schnecken daraus backen.

 

- aus etwaigen Bölättertegresten lassen ich (wie Kekse) kleine Figuren ausstechen und backen. Diese können dann als Einlage bzw.

  Dekoration für die Suppe verwendet werden

 

- wir haben die Suppe mit in Knoblauch gebratenen Garnelen garniert. Sie können dazu auch einen geräucherten Lachs (als Rose

  eingedreht) und einige Bärlauchblätter verwenden

 

- in die Semmelfülle der Kalbsbrust kann man kleingeschnittene Petersilie oder fein gewürfelte Champions dazugeben

 

- die gebackenen Semmelschnitten kann man entweder in demselben Bräter wie die Kalbsbrust, oder in einer Extra-Pfanne

  zubereiten.

 

Ich hoffe, ich habe sie mit meinen Osterrezepten ein bisschen inspiriert und ihnen etwas Appetit gemacht!

 

 

Ostertafel

Die ganze Familie in Erwartung des Menus an der festlich geschmückten Ostertafel

 

 

Gefüllte Kalbsbrust fertig

So kommt die gefüllte Kalbsbrust aus dem Rohr, die Knochen lassen sich ganz

leicht auslösen, das Gemüse wird püriert und dem Bratensaft beigemischt

 

Erdbeeren mit Kokossahne

Erdbeeren mit Kokosahne: Einm erfrischendes Dessert mit einm Hauch von Exotik

Kerbls Küche

Kerbl´s Küche: Ein Genuss-Restaurant

 

 

Ein Gourmet-Dinner, das sich seinen Namen verdient hat

 

Mit „alle Jahre wieder“ beginnen zahlreiche Geschichten und Märchen. Ich will jedoch mit dieser Einleitung von einer wahren Begebenheit berichten, nämlich von unserem heurigen Dinner im Rahmen der inzwischen bereits zum 8. Mal durchgeführten Nespresso Gourmet Weeks. Diese von Nespresso in Zusammenarbeit mit Gault Millau veranstaltete Aktion soll die österreichische Spitzengastronomie bekannter, d. h. einem breiteren Publikum zugänglicher machen. Das führt dann wie in unserem Fall dazu, dass man in einem mit einer Haube ausgezeichneten Restaurant wie dem Kerbl in Windischgarsten ein 3-Gang-Menu mit einem guten (N)Espresso zum Abschluss zu einem moderaten Preis von € 27 genießen kann.

 

Wir - d.h. mein Freund und Clubmitglied Joe & ich - haben uns nach eingehender Diskussion dieses Mal für das Kerbl entschieden. Für jemanden aus dem Großraum Linz fast schon ein Exot, liegt es doch von zuhause entschieden weiter entfernt als z.B. die Verdi, das Fortino oder sogar das Tanglberg. So sind wir also erwartungsvoll nach Windischgarsten gefahren, und schon während der Anreise ist die Dunkelheit angebrochen. Insgesamt gesehen hat es sich gelohnt, wenn auch nicht alles Gold ist, was glänzt.

 

Das Haus macht in der Dunkelheit von außen einen sehr romantischen Eindruck, es ist in 2 Minuten von der Pyhrn-Autobahn erreichbar, und es sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Von innen wirkt es gemütlich, gut strukturiert, mit einer vernünftigen Tischaufteilung. Der Service ist freundlich und kompetent, aber – wie wir leider bald feststellen mussten – etwas langsam. Obwohl das Lokal nicht voll besetzt war, hat es doch einige Zeit gedauert, bis wir unsere Getränke bekommen haben. Und die längere – für mich eindeutig zu lange Wartezeit - der Hauptgang z.B. kam nach unserem Eintreffen um 19.00 h erst um 20.30 h auf den Tisch - hat sich dann auch im weiteren Verlauf des Abends fortgesetzt. Das ist aber (fast) schon die einzige Kritik, das auf den Gruß aus der Küche (Rosenauer Lachsforelle mit Wasabi) folgende Menu war nahezu perfekt:

 

Schaumsuppe vom Bärlauch, gegrillte Garnele, Shizokresse: Die Suppe fein püriert und mit einem leichten Schäumchen, vordergründig schön samtig, aber mit einer nachhaltigen Schärfe, die Garnele frisch und knackig wie sie sein soll.

 

Beiried und Roulade vom Limousin Rind, Bohnen, Schalottengemüse und Kräuterpüree: Die Roulade ein Geschmackswunder, auch das Püree und die Sauce köstlich. Etwas weniger geschmeckt haben mir die grünen Bohnen und die gedünsteten Schalotten, die aber meine Gattin wiederum sehr gut gefunden hat.

 

Mousse von der weißen Valrhona Schokolade, marinierte Erdbeeren, Himbeersorbet mit Schokoladenbrause: Fein präsentiert, fein geschmeckt, kann man dazu nur sagen.

 

Jeder Gang des Gourmet-Menus war gegen einen anderen von der Speisekarte problemlos austauschbar, die gewählte Alternative wurde dann mittels Mehr- oder Minderpreis fair abgerechnet. Davon Gebrauch gemacht haben meine Gattin bei der Suppe – sie entschied sich für eine klassische Bouillon vom Jungstier mit Kräuterfritatten, und die Beinahe-Vegetarierin Christa, die sich anstelle des Limousin-Rindes Tagliolini mit Avocado, Grana Padano, Oliven, Ofen-Cherrytomaten und Rucola ausgesucht hat. Dabei sind die Nudeln leider ein bisschen zu weich geraten….

 

Die Getränke waren perfekt, vom Gösser-Zwickl über den Grünen Veltliner 2014 vom Weingut Pfaffl aus Stetten, den Welschriesling 2015 vom Sabathi aus Gamlitz bis zum Urgesteins-Riesling 2015 vom Weingut Schloss Gobelsburg aus Langenlois. Und das alles zu durchaus fairen Preisen. Den Nespresse-Grand Cru gibt´s zum Abschluß als kostenlose Draufgabe. Den Digestif haben wir mit Rücksicht auf Joe, der die Heimfahrt übernommen hat, gestrichen. Alles in allem ein sehr runder und harmonischer Abend, und mit einer Rechnung von € 70.- inkl. Trinkgeld für2 Personen ergibt das ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Da lohnt sich die lange An- und Heimreise allemal, würde ich sagen!

 

 

Christa Joe

Haben uns zum Kerbl anch Windischgarsten mitrgeommen: Clubmitglieder Christa & Joe

 

Limousin Rind

Der Hauptdarsteller des Abends: Beiried und Roulade vom Limousin-Rind mit Schalotten-

gemüse, Bohnen und Kräuterpüree

 

Schokomousse

Ein perfekter, süßer Abschluss: Weisse Schokomousse, marinierte Erdbeeren, Himbeersorbet

 

 

 

 

Spitzwirt im März 2016

Der Spitzwirt ist einfach Spitze


Ein Geburtstagsessen bei der Wirtin im Wald

 

Wir waren natürlich schon öfters beim Spitzwirt bzw. der Spitzwirtin in Forst, und haben dort größere und kleiner Anlässe gefeiert. Diesmal war es der Geburtstag meiner Gattin, und der Kreis war mit 7 Personen aus der engeren Familie eher klein. Und es war zu einem Mittagessen an einem Sonntag, und das war für uns die eigentliche Premiere. Wir hatten einen Tisch reserviert, was sich als absolut notwendig herausgestellt hat. Das Gasthaus war voll, zahlreiche Gäste mussten weggeschickt werden. Verständlich daher die relativ lange Wartezeit zwischen Vorspeise und Hauptspeise. Trotzdem tut es weh, wenn man hungrig ist.

 

Die Getränke kamen aber schnell, und das kleine Eggenberger schmeckte ganz gut. Die Speisekarte wurde ebenso wie die Nachspeisen mit Kreide auf einer schwarzen Tafel präsentiert. Da kann es nicht schaden, wenn man seine Brille mit hat. Gruß aus der Küche gibt es leider nicht, was sehr schade ist. Man weiß ja schließlich, wie gut der Erdäpfel- oder der Kochkäse hier schmecken. Auch auf das Körbchen warteten wir vergeblich. Die bestellten Linsen-Curry-Suppen kamen schnell und schmeckten ausgezeichnet. Die Sämigkeit von den passierten Linsen, die Farbe und die mehr als dezente Schärfe vom Curry. Darüber gestreut wie Ameisen schwarzer Sesam.

 

Die Hauptspeisen dauerten wie gesagt etwas länger, aber das Warten hat sich allemal gelohnt. Meine Gattin als Geburtstagskind erfreute sich am „gefüllten Bio-Wildhendl mit Salat und Erdäpfeln“. G´schmackig und reichlich, die Fülle vielleicht etwas zu hart bzw. schon mit einem harten Rand. Mein Bruder und ich hatten den „Braten vom glücklichen Schwein mit Semmelknödeln und Stöckelkraut“ gewählt. Es war eine gute Wahl, die uns sehr glücklich machte. Nur das Stöckelkraut war nach meinem Geschmack zu mild, es hätte leicht etwas mehr Essig und Salz vertragen. Mein Sohn war zufrieden mit seiner „Forelle mit Thymian gebraten mit Salat und Erdäpfel“, seine Partnerin sehr zufrieden mit ihren „Kichererbsen im Tomaten-Kreuzkümmel-Spinat-Saucerl“. Meine beiden Nichten sind eher vegetarisch unterwegs, die eine nahm überhaupt die „Karotten-Ingwer-Suppe“ als Hauptspeise und legte ihren Schwerpunkt auf die Nachspeisen (Details siehe unten), die andere bestellte wirklich „gute Nudeln mit ein bissi scharfer Gewürzbutter“. Die Kichererbsen und die Forelle habe ich nicht gekostet, alles andere hätte auch ich mit größtem Vergnügen essen können.

 

Apropos größtes Vergnügen: Das haben insbesondere meine beiden schon erwachsenen Nichten bei den Nachspeisen. Und nachdem wir ohnehin zu siebt waren und es insgesamt 9 Nachspeisen auf der Karte gab, ersparten wir uns die Qual der Wahl und haben einfach alle bestellt. Es gab Torten wie z.B. die Mascarpone-Orangencremetorte oder die Birnenschaumtorte auf Schokoboden, Kuchen wir z.B. den Kokos-Ingwer-Kuchen oder den Guglhupf mit weißer Schokolade und Pistazien und Cremig-Schaumig-Moussiges aus dem Glas wie z.B. das Schoko-Kokos-Mousse mit feiner Schokolade oder das Bananen-Schoko-Tiramisu. Ein absoluter Klassiker ist natürlich die allseits bekannte und ebenso beliebte sehr dunkle Schokoladentorte.

 

Von der kleinen aber feinen Weinkarte wählten wir (glasweise) einen Grünen Veltliner zum glücklichen Schweinebraten und einen Riesling zum Fisch. Der Riesling löste seine Aufgabe deutlich besser als der Veltliner. Auf das Schnapserl haben wir aufgrund der zahlreichen Autofahrer dann leider verzichtet, nicht jedoch auf den obligaten Espresso. Die Rechnung hat am knapp 40 € pro Person ausgemacht, ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis, wie ich meine.

 

So haben wir uns wieder einmal sehr wohl gefühlt, bei der Spitzwirtin und ihrem Wirtshaus im Wald. Und wir haben angekündigt, bald wieder zu kommen. Ich hoffe, sie freut sich darauf ebenso wie wir!

 

 

Gebratene Forelle

Ein klassisches Gericht: Die Forelle mit Thymian gebraten, mit Salat und Erdäpfeln

 

Schweinsbraten.JPG kl

Der Braten vom glücklichen Schwein mit Kartofferl, Semmelknödel und Stöckelkraut

 

Guglhupf mit weisser Schoko

Der goldgelbe Guglhupf mit weissen Schokoladestückchen und Pistazien

 

Dessertkarte

Die Karte mit den vielen köstlichen Desserts, die wir alle durchprobiert haben!

 

 

Fischköstlichkeiten

Fischköstlichkeiten – F(r)isch auf den Tisch

 

Auf Fortbildung bei den Seminarbäuerinnen

 

Es war nicht der erste Kochlehrgang, den mein Freund Joe und ich eine Woche nach dem Aschermittwoch am LFI besucht haben, aber auch nicht unser bester. Das lag zum Großteil an der Vortragenden Corola Neulinger, die kurzfristig als Vertretung eingesprungen und daher einerseits nicht 100%ig vorbereitet und andererseits - völlig zu Unrecht übrigens- etwas unsicher und nervös war. Aber schön der Reihe nach.

 

Das Teilnehmerfeld war groß, und auch das männliche Geschlecht war diesmal gut vertreten. Corola Neulinger aus Liebenau, ehemalige Gastwirtin und jetzt in der Umschulung zur Lebensmittelökologin, hatte eigentlich einen perfekten Einstand. Wir wurden mit süßen Topfenfischerl (eigentlich eine Nachspeise) und Softdrinks begrüßt. Dann kam etwas Theorie, was die hohe biologische Wertigkeit der Fische betrifft. Ihr hoher Eiweißgehalt wird sehr gut vom Körper aufgenommen. Das Fett der Fische ist ein gesundes, es enthält die guten Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Die Umweltbelastung bei Meeresfischen ist zum Teil schon erheblich, fällt aber bei Fischen aus heimischen Gewässern kaum ins Gewicht. Wichtig ist, dass der Fisch frisch gekauft und rasch zubereitet wird. Frischen Fisch erkennt man an den Kiemen und mittels Druckprobe, außerdem „riecht“ er nicht. Dann gab es noch eine Aufstellung, wo man regional und frisch erzeugten Fisch in OÖ kaufen kann und wie man nachhaltig erzeugte Meeresfische erkennen kann. In unserem Fall kamen die Fische aus Gutau.

 

Dann ging es schon ans Eingemachte, also nichts wie ran zunächst an die Vorspeisen und Suppen. Als Vorspeisenrezept wurde gebeizte Lachsforelle mit saurem Apfelmus und Pfeffer-Topfenpofese vorgestellt, wobei sowohl der Lachs schon gebeizt als auch das Apfelmus schon fertig war. Logo, die 24 Stunden Zeit zum Beizen hat man in so einem Kurs einfach nicht. Aber wir haben erfahren, wie es geht, und die Topfen-Pofesen wurden vor Ort hergestellt. Geschmeckt hat diese Vorspeise übrigens sehr gut. Die Cremesuppe von der Räucherforelle mit poschiertem Ei ist relativ einfach zum Zubereiten. Einziges Problem waren die poschierten Eier, die selbst nach mehreren Versuchen einfach nicht gelingen wollten. Aber sie hat auch ohne diesen optischen Aufputz bestens gemundet.

 

Bei den Hauptspeisen gab es ebenfalls Licht und Schatten. Fangen wir bei den Highlights an, zu denen zweifellos der im Gewürzöl gegarte Saibling mit Apfel-Rotkrautcreme und die sanft in der Papierhülle gegarte Forelle auf Gemüsebett gehörten. Ein weiterer Höhepunkt war „Fisch & Gmias“, wo Stücke von Gemüse der Saison (Zucchini, Kürbis, Zwiebel, Karfiol, etc.) und Fischfiletstückchen in Tempurateig gebacken und dann mit würzigem Rote Rüben-Zwiebel-Apfel-Chutney serviert wurden. Das bzw. die Chutney hat Frau Neulinger bereits fertig mitgebracht. Nicht gut funktioniert hat das in Bienenwachs gegarte Fischfilet, das sich das Wachs nach dem Aushärten kaum sauber ablösen ließ. Überhaupt nicht gearbeitet wurde mit Karpfen, obwohl zwei interessante Rezepte im Rezeptheft gewesen wären.

 

Zusammenfassend gesagt hätte man aus diesen drei Stunden mehr machen können. Bei stärkerer Einbindung der TeilnehmerInnen hätten wir gut und gerne 2-3 Rezepte mehr geschafft, zB. die flambierte Forelle mit Risotto, die gebratenen Fischstreifen mit Pasta und eines der Karpfenrezepte. Aber immerhin haben wir einiges gelernt, auch an Basiscs, so z.B. das Ansetzen eines Fischfonds oder das Filetieren von Fischen. Frau Neulinger ist nämlich eine gestandene Praktikerin und versteht ihr Handwerk gut. Mit besserer (vielleicht längerer) Vorbereitung und mehr Teamarbeit hätten nicht so viele Fische ungekocht wieder den Nachhauseweg antreten müssen. Immerhin lag der Beitrag für die Lebensmittel in der Höhe der Kurskosten und damit weit über allen Beiträgen der vergangenen Kurse.

 

Gruppe m. Joe 2

Seminarleiterin Neundlinger zeigt, wie man Fischköstlichkeiten auf den Tisch bringt

 

Gebeizte Lachsforelle

Eine köstliche Vorspeise: Gebeizte Lachsforelle mit saurem Apfelmus und Topfenpofese

 

Georg Filettieren

Natürlich habe ich schon lange vorher gewusst, wie ma einen Fisch richtig filettiert

 

Forelle auf Gemüsebett

Schonend, aber besser wie poschiert: Forelle auf Gemüsebett, sanft gegart in der Papierhülle

 

Kochbuch-Danke-Abend

Ein Abend zum Danke-Sagen

 

Am Freitag, dem 12. Februar 2014, sollte noch einmal gedankt werden. Und zwar allen jenen, die an der Vorbereitung und Durchführung der erfolgreichen Präsentation des Rumaer-Kochbuches am 6. November bei HAKA in Traun mitgewirkt hatten. Ich hatte dafür in unserem Gasthaus Haltestelle z´ Oftering den schönen Wintergarten reserviert, und wir speisten à la carte.

 

Nach meiner Begrüßung wurde zunächst einmal mir seitens des Vereines gedankt, für meine Bemühungen um die Wiederauflage des Buches und für den gelungenen Event. Maria Zeiss und Ulla Horschitz überreichten eine gute Flasche Rotwein für mich und einen schönen Strauß Blumen für meine rekonvaleszente Gattin. Ein großer Anlass zur Freude war auch der Umstand, dass in der Zwischenzeit die gesamte Neuauflage des Buches bereits vergriffen ist. Wir müssen also einen kleinen Nachdruck machen!

 

Dann aber ging es an die Speisekarte, bei der aufgrund der aktuellen Fischwoche die Fleischtiger etwas zu kurz kamen. Zum Aperitif wurden die ersten kleinen Trumer Pils und Zwickl sowie Gösser Naturgold und Stiegl Biere bestellt. Als Vorspeisen fanden das Mousse von Räucherforellen auf Rote-Rüben-Carpaccio, das Matjes-Heringsfilet „Hausfrauen-Art“ mit Äpfel, Zwiebel & Sauerrahm, die frische Sulz aus heimischen Fischen und Knoblauchstangerl und die Tomatencremesuppe hungrige AbnehmerInnen.

 

So gestärkt, ließ es sich dann leichter auf den Hauptgang warten, wo sich Fisch- und Fleischliebhaber in etwa die Waage hielten. Da die Auswahl an Fleischgerichten sehr klein war, überwog der Wunsch nach einem Pariser-Schnitzel vom Schweins-Kaiserteil, serviert mit Petersilienkartofferl und einem knackigen Eisbergsalat bei weitem. Einmal wurden die Schweinsmedaillons in Bio-Kräuterseitlingsrahm mit gebackenen Erdäpfelbällchen und Brokkoli-Gemüse bestellt, einmal – von unserer Vegetarierin - die Blattsalat-Variation mit Ziegenkäse-Bällchen. Die Fisch-Fraktion delektierte sich an gegrillten Filets vom St. Petersfisch auf schwarzen Sepia-Spaghetti in Limetten-Proseccorahm mit kleinen Schmortomaten, gegrillten Filets vom frischen Kabeljau, serviert auf Blattspinat-Grantapfelsockel mit Dill-Kartofferl, frischen Miesmuscheln gekocht in Weißwein-Wurzelgemüse-Curryrahm serviert mit einem ofenfrischen Knofistangerl, Risotto-Mare mit gegrilltenMeeresfrüchten und Kaisergranat und einer gegrillten Bachforelle mit buntem Marktgemüse und Petersilienkartofferl. Dazu überall als Beilage noch einen knackigen Eisberg- oder einen Blattsalat. Und da der Fisch – und auch die Schnitzerl- ja bekanntlich schwimmen müssen, waren 2 Flaschen „Vom Sand“ – Sauvignon Blanc und Welschriesling – vom Sattlerhof in Gamlitz, einige Gspritzte und Achterl, sowie jede Menge Mineralwasser erforderlich.

 

Den süßen Abschluss bildeten die „üblichen Verdächtigen“: Eispalatschinken, ausgezogener Winter-Strudel mit Apfel, Trauben, Nüssen und Zwetschken mit Zimteis, Tiramisu, Winter-Eistraum und Topfen-Knödeln. Und ganz am Schluß für mich noch eine Grappa Barolo und einen Espresso, ich hatte ja den kürzesten Nachhauseweg von allen. Aber den hätte bei meiner Rechnung eigentlich das Haus spendieren müssen…….

 

Zusammenfassend gesagt: Das tolles Ambiente, die aufmerksame Bedienung, und das ausgezeichnete Essen sorgten für eine gute Atmosphäre. So wird dieser Abend allen Beteiligten lange in angenehmer Erinnerung bleiben.

 

Danke Damen

Maria Zeiss & Ulla Horschitz vom HTV-Ruma bedanken sich bei Gastgeber Georg Heckmann

 

Räucheforellenmousse

Eine der zahlreichen köstlichen Vorspeisen: Mousse von Räucherforellen auf Rote-Rüben-Carpaccio

 

Gemütliche Tafel

Tolles Ambiente, aufmerksame Bedienung und ausgezeichnetes Essen sorgten für gute Stimmung

 

Risotto Mare

Risotto Mare mit gegrillten Meeresfrüchten und Kaisergranat und einem kanckigen Eisbergsalat