Heckmann kocht!

Versuchungen aus der Strudelküche

Versuchungen aus der Strudelküche

 

Ein Abendkurs mit den Seminarbäuerinnen der Landwirtschaftskammer

 

Schürze umbinden, zuhören und dann auch zupacken hieß es am 12. November auf der Gugl. Ich hatte gemeinsam mit meinem Freund Joe einen Backkurs mit dem Titel "Versuchungen aus der Strudelküche" belegt. Damit wollte ich an eine alte Familientradition anschließen: Meine Mutter war eine ausgezeichnete Strudelköchin, und auch mein jüngerer Bruder beherrscht die Kunst des Strudelziehens ganz ausgezeichnet.

 

Der Kursleiterin Frau Straßmayr, eine Bäuerin aus Alkoven, gelang es auch ganz schnell uns allen die Angst vor dem Strudel zu nehmen. Jeder Teilnehmer bereitete seinen eigenen Teig zu, in kleinen Gruppen wurden dann die verschiedenen Füllungen vorbereitet. Besonders die Zubereitung des Teiges und das Ausziehen desselben wurden vom geheimnisumwitterten Mythos befreit. Alles ging schnell und leicht, die Ergebnisse waren respektabel.

 

In den drei Stunden haben wir zunächst einen Strudel als Suppeneinlage gemacht (gekochter Strudelteig). Dann einen Blunzen Sauerkrautstrudel, einen Strudel mit Faschiertem, Strudelgolatschen mit Porree-Speck Füllung und Strudeltulpen mit Räucherforellen-Apfel-Salat. Aber auch der süße Gusto kam nicht zu kurz. Wir bereiteten einen ausgezeichneten Millirahmstrudel  mit Vanillecreme und als Höhepunkt eine Slowenische Schichttorte (Gibanica) zu. Diese Aufgabe haben Joe und ich übernommen und es war wohl die áufwändigste . Die Hochzeitstorte, wie sie auch genannt wird, besteht aus einem Mürbteigboden und drei verschiedenen Füllungen (Nuss-, Apfel- und Topfenfülle), die in sechs Schichten - jeweils getrennt durch runde Strudelblätter - aufgebracht werden. Hat prächtig ausgesehen und hervorragend geschmeckt!

 

Apropos geschmeckt: Versteht sich von selbst, das wir alle hergestellten Strudelvariationen am Schluß auch noch verkostet haben. Und es blieb ncoh genug übrig, um auch eine kleine Kostprobe mit nach Hause zu nehmen. Danke Frau Strassmeier, besser geht´s nicht!

 

 

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Joe & ich bereiten die Füllen für die Gibanica (Strudel-Schichttorte) vor

 

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Kompetent und praxisnah: Die Kursleiterin Fr. Strassmeier aus Eferding

Landhof

Der Landhof – eine Oase der Ruhe im Industriegebiet

 

Vergangene Woche habe ich meine Kollegen nach unserer Vertriebssteuerungssitzung zum Abendessen eingeladen. Es war meine letzte Sitzung, weil ich Ende September zunächst auf Urlaub und dann mit Jahresende in die Pension gehe. Die Wahl fiel auf das altehrwürdige Restaurant Landhof im Industriegebiet am Hafen. Ausschlaggebend dafür waren die schnelle Erreichbarkeit von der voestalpine aus über die Autobahn, eine mehr als ausreichende Anzahl von Parkplätzen und – last but not least – eine Empfehlung meines Kochfreundes Joe.

 

Was uns dort erwartet hat, lässt sich mit der Bewertung aus dem Gourmet Portal „Gute Küche“ sehr schön zusammenfassen: „Ruhige Lage, gemütliche Innenausstattung, ausgezeichnete Küche, erstklassige Weine, schöner ruhiger Gastgarten und Innenhofgarten sowie gute Parkmöglichkeiten.“ Ergänzen möchte ich das noch durch „sehr freundliche und aufmerksame Bedienung und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis“. Es war ein langer Sitzungstag mit einem ausgesprochen schönen Abend, an dem wir als einzige Gäste im Innengarten des Restaurants Platz genommen hatten. Die Speisekarte des Restaurants unterscheidet sich von jener des Gasthausbetriebes, der angeblich auch als gehobene Kantine der Firma Plasser und Theurer geführt wird. Neben der Standardkarte gibt es auch eine Tageskarte sowie eine gut sortierte Weinkarte, auf der sich das Who is Who der österreichischen Weinszene widerfindet.

 

Nach einem feinen Bierchen als Aperitif – es gibt sowohl Weißbier als auch Zwickel – labten wir uns an einer ausgezeichneten Kürbiscremesuppe, an hausgebeiztem Lachs, Jakobsmuscheln und einer Consommé mit Kaspressknödeln. Meine Kürbiscremesuppe war in Ordnung, und auch meine Kollegen waren zufrieden. Bei den Hauptspeisen spannte sich der Bogen von hausgemachten Gnocchi mit Tomaten Oliven und Bergkäse über Tournedos vom Rind mit Steinpilzen, Erdäpfelkrapfen und Marktgemüse bis zum Lammkarree mit Kräuterkruste auf mediterranem Gemüse und Rosmarinerdäpfeln. Ich hatte „Erlesenes vom Kalb“ bestellt, Rücken, Leber und gebackenes Bries mit Erdäpfeln und Stangensellerie. Ich war ebenso wie alle anderen wieder rundherum zufrieden. Eine Flasche Riesling von Bründlmayer und ein offener Zweigelt Heideboden vom Nittnaus waren kongeniale Speisenbegleiter. Am Ende reichte es nur bei einem Kollegen für eine Nachspeise, alle anderen gaben sich mit einem Mocca und aufgrund der Tatsache, dass wir ja alle mit dem Auto gekommen waren, ohne Grappa, zufrieden. Das Holunderblüten-Parfait mit Himbeeren hat gut ausgesehen, gekostet habe ich es aber nicht.

 

Alles in allem ein unspektakulärer aber gemütlicher Abend nach einem aufregenden Büro-Tag. Kein Haubenrestaurant, aber gehobene Gasthausküche auf regionaler Basis mit einem internationalen Touch. Dazu ein überdurchschnittlich freundliches und aufmerksames Service, eine überragende Weinkarte und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis. Ich würde sagen, eine insgesamt gute Empfehlung!

 

 

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Eine kleine Idylle im Industriegebietes am Hafen

 

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Schmeckt wirklich gut: Erlesenes vom Kalb im Landhof

Gut, bene, Benetseder

Gut, bene, Benetseder!

 

Viel Freude mit dem Essen bei Pesce & Pasta

 

Gleich zweimal hat es mich in der letzten Zeit zum Benetseder verschlagen, und das beide Male zum Mittagessen. Da ist es gut, wenn man etwas später beginnt, so um um 13.00 h oder noch besser um 13.30 h. Dann kann man sich nach dem Essen gleich frei nehmen, denn Lust auf Arbeit hat man nachher eigentlich kaum mehr.

 

Wir hatten wieder einmal einen Kollegen zur Job Rotation in Linz, Hans aus Holland. Und Hans isst gerne Fisch und kennt sich auch aus damit. Da kommt so ein "Testessen" mit insgesamt 5 Personen beim Benetseder ganz richtig. Das zweite Mal war der Kreis etwas kleiner, nur drei Personen insgesamt, unter ihnen mein Freund und - so wie ich - bekennender Benetseder-Fan Joe.

 

Sehr zufrieden waren wir wie immer mit der Platzierung an jeweils einem der  hintersten Tische im Lokal, und noch zufriedener mit der freundlichen und kompetenten Bedienung. Auch nicht wegzudenken der Prosecco aus dem Fass bzw. Krug am Anfang und der Sgroppino am Schluss. Am öftesten bestellt wurde eine Vorspeise, nämlich das Spargel Panna Cotta mit Lachstartar, das auch ich selbst probiert habe. Originell serviert, das Panna Cotta sehr mild, das Tartar eher wild, ein genußvoller Gegensatz. Einmal habe ich mich über die frischen Sardinen drüber getraut, und ich habe es trotz des etwas größeren Essaufwandes nicht bereut. Genauso wenig bereut habe ich übrigens die als Vorspeise bestellten Fetucce mit Bärlauch und Spargel, eine ebenfalls sehr gelungene Kombination. Dass die Calamari vom Grill oder die Fischpfanne ausgezeichnet schmecken, verwundert nicht, ebenso der Seelachs mit mit Ofenerdapfel oder die Seezunge, verfeinert nur mit ein bisschen vom besten Olivenöl. Etwas mehr Hunger erfordert das Pesce Milanese, ein herrlich italienisches Duett von Fisch und Pasta.

 

Die Weinauswahl und -beratung sind großartig (egal ob Riesling oder Bianco die Custoza), dasselbe gilt übrigens auch für die unverzichtbare Grappa. Den Sgroppino habe ich schon lobend erwähnt, ebenso erwähnenswert ist auch das Eis bzw. Sorbetto und die Panna Cotta mit Früchten.

 

Hoffentlich ergibt sich bald wieder einmal eine Gelegenheit, beim Benetseder vorbeizuschauen!

 

 

  

       Oft bestellt und sehr gelobt: Spargel panna Cotta

 

                 Sgroppino für unseren Dutchman Hans

 

Big Green Egg

Ein „Großes Grünes Ei“ in Kematen

 

„Ihr müsst unbedingt vor Ostern noch einmal zum Abendessen kommen“, meinte mein Freund Joe, „noch bevor wir zu unserem Badeurlaub nach Hurgada abreisen“. Auf die Frage nach dem Anlass und warum diese Eile bekam ich nur die kryptische Antwort „es gibt eine Überraschung“.

 

Trotz des relativ schlechten Wetters erwarteten uns beim Aussteigen aus dem Auto schon eine zarte Rauchfahne und ein feiner Grillgeruch, die beide aus dem kleinen Garten des Reihenhauses kamen. Dort stand sie dann auch, die Überraschung: Ein funkelnagelneuer Big Green Egg, allerdings in rot. Dieses amerikanische, multifunktionale BBQ-Wunder aus Keramik hatte also auch seinen Weg nach Kematen gefunden. Und er wurde gleich standesgemäß eingeweiht.

 

Es gab keine Vorspeise, dafür aber zwei auf bzw. im neuen Griller zubereitete Hauptspeisen. Den Anfang machte ein asiatisch gewürzter Lachs gegart auf Zedernholzbrettchen. Dazu in Alufolie gebratene Kartoffel, gefüllt mit Kräutern und umwickelt mit Speck. Und natürlich eine Dipp-Sauce und Salat. Das zweite Gericht war ein mit Spinat gefüllter Hasenrücken mit Wildreis, zart und köstlich. Und als Nachspeise dann traditionelle, in der Pfanne auf dem Herd zubereitete Palatschinken mit Topfen und Marmelade. Und weil den gesamten bisherigen Abend nur Weißwein gepasst hatte (ein kräftiger Vernaccia die San Gimignano und ein ebenfalls voller Chenin blanc aus Südafrika), gab es zum Abschluss noch Käse mit einem guten Roten aus dem Piemont.

 

  

 

     Lachs und Folienkartoffel im roten Big Green Egg                       Der mit Spinat gefüllte Hase mit Wildreis

 

 

 

 

Familientreffen auf Tschechisch

Familientreffen auf Tschechisch

 

Eigentlich fand das Familientreffen am 22. Februar 2014 statt, um die Geburtstagsfeierlichkeiten für meine Gattin Monika zu besprechen. Ich machte mir und meinen Gästen bei dieser Gelegenheit aber das Vergnügen, die Familie wieder einmal tschechisch zu bekochen.

 

Zur Vorspeise gab es Würstchen im Schlafrock, wie sie bei uns heißen und wie man sie in Prag in jedem besseren Imbissgeschäft kaufen kann. Blätterteig in streifen schneiden, kleine oder halbe Würstchen umwicklen und ab ins Rohr. Für unsere Vegetarier wurde Camembert im Knuspermantel serviert, ebenfalls mit fertigem Blätterteig schnell herzustellen.

 

Noch ist es Winter und daher Suppenzeit. Ich habe mich für eine tschechische mit einer hellen Einbrenn gebundene Hühnersuppe entschieden (Khaldoun). Basis dafür war eine klare Hühnersuppe aus einem Suppenhuhn und viel Gemüse. Wieder wurde auf unsere Vegetarier Rücksicht genommen: Ein Teil der Suppe wurde mit Hühnerfleischeinlage, der andere mit viel Gemüse und Karfiolröschen serviert. Beiden gemeinsam war die Einlage: Köstliche, kleine Griesknödel.

 

Die Hauptspeise war ein klassischer Lendenbraten (Svickova) mit Gemüse-Rahmsausce. In meinem Fall ein Schweinslungenbraten mit Speck umwickelt. Kurz angebraten und dann mit viel Gemüse geschmort. Dazu die typisch böhmischen Mehlknödel aus Germteig mit Semmerlstückerl und in Scheiben geschnitten. Dazu drei Salate, ein Kraut-, ein Grüner und ein Karottensalat.

 

Als Nachspiese dann frische Liwanzen ebenfalls aus Germteig aus der Liwanzenpfanne, dazu natürlich Preiselbeeren wie übrigens auch bereits zum Lendenbraten. Und ein bisschen später zum Kaffee eine Prager Nusstorte, die sie eigentlich schon kennen sollten.

 

Es war ein in jeder Hinsicht erfolgreicher Samstagabend. Wir haben alle erforderlichen Vorbereitungen für die 60iger Feier meiner Gattin durchbesprochen und nebenbei noch köstlich gespeist. Rezepte gibt´s gerne auf Anfrage bzw. finden sie natürlcih auch in einem tschechischen Kochbuch. Die gute Hühnercremesuppe gibt´s allerdings auf dieser Homepage!

 

 

     

 

    Ein ganzer Topf voll guter Hühnercremesuppe                  Svickova mit viel Gemüse, Orangen und Preiselbeeren

 

 

 

 

Wien einmal anders

Wien – Wein

Ziel der heurigen Erkundungsreise unseres Weinquartetts vom 21.-24. Juni 2013 war das Weinbaugebiet Wien. Nach einer stressfreien Anreise war unser erster Halt Grinzing, wo wir im wunderschönen und ruhigen Garten des typischen Wiener Vorstadtrestaurants „Liebstöckl & Co“ Hausmannskost vom Feinsten speisten: Gebackenes Beuschl , paniertes Kalbsbries oder Zwiebelrostbraten zum Beispiel, und uns dazu vorläufig noch an einem  frischen, kleinen Zwicklbier labten. Der Weg zum Quartier ins Landhaus Fuhrgassl-Huber nach Neustift war dann nicht mehr weit und die hübschen Zimmer schnell bezogen. Ein kleines aber feines Haus, mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet und mit eigener Garage. Nur leider die Zimmer nicht klimatisiert und daher in der Nacht sehr lange sehr warm…..

Am Nachmittag mussten wir zunächst vor allem miteinander reden, ohne viel zu unternehmen. So wurde aus dem Nachmittagskaffee ein Nachmittagsheuriger beim Wolff gleich in der unmittelbaren Nachbarschaft. Aufgrund des ausgesprochen schönen und warmen Wetters lernte ich den „Sommergspritztn“ wieder schätzen, 1/8 Wein mit Sodawasser auf  ½ Liter aufgespritzt. Und auch am Abend schafften wir es nicht weit, gerade über die Straße zum Zeiler. Dort jausneten und tranken wir so lange gemütlich, bis uns die Gelsen in die Flucht schlugen.

Der Samstag war zunächst dem nahegelegenen Klosterneuburg gewidmet. Ein kurzer Spaziergang rund um den Hauptplatz und durch den Grünmarkt, dann ging es direkt weiter ins Stift. Mit einer sakralen Führung durch das Augustiner Chorherrenstift wurde unser Kulturbedarf für diesen Tag mehr als gedeckt. Nach eine kurzen Erfrischung  ging es weiter nach Stammersdorf. Zunächst zum Heurigen Wieninger um etwas gegen den Hunger zu unternehmen, und anschließend zum gleichnamigen Weingut ebenfalls in der Stammersdorfer Straße. Dort wurden wir trotz der Vorbereitungen für das tags darauf stattfindende Sommersonnwendfest freundlich empfangen und gut und kompetent betreut. Wir konnten uns davon überzeugen, dass biodynamischer Weinbau nicht nur gut klingt, sondern auch gut schmeckt. Und zwar sowohl der klassische, als auch der gehaltvolle Gemischte Satz  mit Lagenbezeichnung (Bisamberg oder Rosengartl). Und der Wieninger hat auch gehaltvolle Rotweine, wie zB. zwei Pinot Noir und zwei bemerkenswerte Cuvés (Wiener Trilogie und Danubis). Am Abend wollten wir nach so vielen Heurigenbuffets wieder einmal in ein richtiges Restaurant. Dafür bot sich in walking distance „s´Pfiff“ an, wo unsere Wahl nach dem vielen Schweinsbraten und gemischten Aufstrichen u.a. auf Beef Tartare, Carpaccio, gegrillten Ziegenkäse im Speckmantel und Eismarillenknödel fiel.

Sonntagvormittag war der Tag der Berge, denn nacheinander wurden der Cobenzl, der Kahlenberg und der Leopoldsberg besucht. Diese Mühe wurde zwar mit einer wundervollen Aussicht auf Wien belohnt, das im Besitz der Stadt Wien befindlich Weingut Cobenzl blieb jedoch wie immer am Wochenende geschlossen.  So schritten wir zum kulturellen Teil, der Besichtigung der Kartause Mauerbach. Zunächst noch eine (übrigens sehr schmackhafte) Stärkung im Café, dann ein Rundgang durch die Ausstellungsräume des Bundesdenkmalamtes. Klar dass nach so viel Kultur wieder ein Heuriger an der Reihe war, und dieses Mal ein ganz prominenter: Der Mayer am Pfarrplatz. Das schwierigste Unterfangen dabei war, einen Parkplatz für unser Auto zu finden. Aber auch das gelang und wir konnten in diesem besonderen Ambiente den einen oder anderen Sommergespritzten genießen. Zurück nach Neustift und einen Platz für die Nacht finden, nein nicht zum Schlafen, nur zum Essen. Die Wahl fiel auf das Schreiberhaus, ich fürchte vorwiegend wegen der Anmut der Kellnerinnen und nicht unbedingt wegen der Qualität des Speisenangebots….

Damit war es Montag geworden, und der letzte Tag war gekommen. Mit ihm hatte auch das Wetter von extrem schön auf extremen Regen gewechselt. Was blieb uns über, als nach einem Schlechtwetterprogramm zu suchen, und unsere Wahl fiel auf das Karrikaturmuseum in Krems. Keine schlechte Wahl an sich, aber ein schlechter Termin: In der letzten Schulwoche war das Museum von Schulklassen überbevölkert, sodass wir schnell wieder das Weite suchten. Suchen mussten wir auch nach einer passenden Gelegenheit zum Mittagessen. Nach zwei Fehlversuchen in Haag – das erste Restaurant hatte geschlossen und das zweite war überfüllt -  landeten wir schließlich im „Gasthaus zur Linde“ in St. Valentin. Und das war gut so, denn wir haben nicht nur ausgezeichnet gespeist (panierten Karpfen oder ein Herrengulasch zB.) und wurden freundlichst bedient, der Wirt hat uns auf dem Klavier auch noch eine Eigenkomposition vorgespielt.

So trennten sich für 2013 wieder die Wege des inzwischen auf 4 Mitglieder geschrumpften Weinquintetts, nur mehr ein Weinquartett sozusagen. Dem verstorbenen Freund Herbert wurde mehrfach gedacht und wir haben ihn sehr vermisst. Aber die Gedanken wurden auch in die Zukunft gerichtet, auf die Weinreise 2014. Und die soll erstmals ins Ausland, nämlich ins benachbarte Südtirol führen!

      

Alte Barriques im Keller des Weingutes Wieninger, Stammersdorf             Eine Empfehlung wert: Das Gasthaus zur Linde in St. Valentin