Heckmann kocht!

Raffinierte Knödelküche

Raffinierte Knödelküche

 

Entdecken sie das Knödelland Oberösterreich

 

Wenn wir zuhause internationalen Besuch zum Essen hatten, egal ob aus den USA oder aus Frankreich, herrschte in einem Punkt dieselbe Ratlosigkeit: Wenn es um unser „Eingemachtes“, nämlich um unsere Knödelküche ging. Während sich im Englischen die Übersetzung im Wesentlichen auf den Begriff „Dumplings“ einschränken lässt, gibt es im Französischen mehrere Möglichkeiten: Vom einfachen „Knödel“ über die „Quenelles“, bis zu den „Boulettes“ oder „Boulettes pochées“. Das alles spiegelt nicht im Geringsten die Vielfalt und vor allem die Bedeutung unserer heimischen Knödelküche wider. Grund genug, hier einmal eine gesunde Basis zu schaffen, und das geht am besten mit einem Kochkurs. Da kam das Angebot der Seminarbäuerinnen im Rahmen des LFI „Raffinierte Knödelküche - entdecken sie das Knödelland OÖ“ gerade recht. Gemeinsam mit meinem Freund Joe waren wir zwei von vier Männern in der insgesamt 16 TeilnehmerInnen umfassenden Gruppe von Lernwilligen.

 

Kursleiterin Elisabeth Streicher aus Dörnbach hatte wirklich nichts dem Zufall überlassen: Von der liebevollen Dekoration des Seminarraums über eine (antialkoholische) köstliche Bowle bis zu den fachlichen Vorbereitungen war alles perfekt. Nach einer kurzen theoretischen Einbegleitung ging es gleich zur Sache bzw. zu den Grundlagen. Kursleiterin Streicher zeigte der gesamten Gruppe, wie man die verschiedenen Knödelteige zubereitet. Das ging vom Griesknödel bis zum Spinatknödel und vom Knödel-Brotteig bis zum Topfenteig, den sie "Rucki-Zucki-Teig" genannt hat. Bestens vorbereitet hatte sie auch schon einen großen Topf mit Sauerkraut samt Rinderbratensaft als Beilage für die pikanten Knödel sowie einen Hollerröster für die süßen "Rundlinge".

 

Bei der Einteilung der Gruppen bildeten wie immer Joe & ich ein Team. Wir stürzten uns gleich auf das Rezept für gebackene Speckknödel. Dazu sind im wesentlichen drei Komponenten erforerlich: Man braucht einen Erdäpfelteig, eine Fülle aus Speckwürfeln und feingehackter Zwiebel und zuletzt einen Überguss aus Milch, Sauerrahm und Eiern. Das alles (nicht gleichzeitig, sondern nacheinander) in eine gefettete Backform und fertig ist die ganze Angelegenheit. Und weil uns noch etwas Zeit geblieben war, haben wir noch einen Topfengriesteig gemacht und ihn mit Zwetschken gefüllt.

 

Zum Abschluß des Kurses gab es ein wahres Festmahl. Und unsere Ergebnisse reichten auch noch, um die eine oder andere Kostprobe mit nach Hause zu nehmen. Mir ist es jedenfalls gelungen, damit meine Gattin noch um 22.00 h "hinter dem Ofen hervorzulocken". In der Zwischenzeit habe ich zuhause bereits die "Gmundner Räucherfischknödel" als Vorspeise und die Nugatknödel als Nachspeise probiert und mit großem Erfolg serviert. Wir Oberösterreicher wissen halt, was wir an unserer Knödelküche haben!

 

 

 

Knödel 2 klein -2.2015

 

Frau Streicher weiss, wie´s geht, und kann das auch der Gruppe ganz ordentlich vermitteln

Knödelkurs 2-klein

 

 

Neben allen anderen Zutaten darf im Teig auch eine Prise Muskatnuss nicht fehlen

 

 

Schlachtjause mit Stars

Schlachtjause mit vielen Höhepunkten

 

Es sollte eigentlich nur eine einfache Jause werden, aber es wurde ein ganz besonderer Abend. Das lag einerseits an den lieben Gästen, andererseits auch an der einen oder anderen originellen Überraschung. Eingeladen waren alle, die an der Verarbeitung des Kirchstettner Wiesenschweines - also am sogenannten „Schlachten“ - Anfang Dezember letzten Jahres mitgearbeitet hatten. Galt es doch, das Resultat = die fertigen geselchten und teilweise vorher gesurten Produkte zu verkosten. Gekommen sind alle „Schlachter“, die meisten davon mit Partner, sodass die Tafel im Endeffekt 16 Personen umfasste.

 

Aufgetragen wurde als erster Gang eine kalte Jause: Joes Reh- und Hirschwürste, geselchter Speck und Schinken (Karree) und Blunznradln sowie Schwartlmagen. Dazu Bratlschmalz, Verhackertes und ein selbstgemachter Kartoffelkäse. Senfgurken, Paprika, Pfefferoni, Frühlingszwieberl sowie Weiß- und Schwarzbrot durften selbstverständlich auch nicht fehlen. Der zweite Gang bestand dann aus gebrühten (abgekochten) Rumaer Bratwürsten, begleitet von frisch geriebenem Kren und Senf. Ein Gericht, das es so außerhalb von Rumaer Familien kaum mehr gibt. Es wird traditionell das erste Mal nach der Rückkehr von der Christmette aufgetischt. Der Heilige Abend war immer ein Fasttag, und die erste richtige Mahlzeit gab es erst spät in der Nacht. Sie haben gut geschmeckt, die Bratwürste. Und weil wir die Vorräte fast aufgebraucht wurden haben wir beschlossen, am Samstag, dem 28. März 2015, nochmals frische Bratwürste zu machen und anschließend auch zu selchen.

 

Die erste Überraschung ist dann meinem Freund Joe gelungen, der mir eine originelle IMI-Tafel überreichte. Er nahm damit Bezug auf meine berühmten Stehsatz „Was scheiss´ i mi“ und revanchierte sich für seinen IMI-Oskar, den er bei meiner Pensionsantrittsfeier erhalten hatte. Die zweite Überraschung kam dann von Ernst, der wieder mit zwei ausgewählten Gedichten brillierte. Das zweite vorgetragen in Doppel-Conference mit Evelin. Die Rollen waren so verteilt, dass sie die Optimistin und er der Pessimist war. Und die letzte Überraschung ist mir mit meinen beiden Mehlspeisen gelungen. Beide Rezepte stammen aus dem Buch „Die Oberösterreichische Küche“ von Ingrid Pernkopf und Christoph Wagner. Da war zunächst der Zitronengugelhupf im Gmundner Design, auch „Keramikgugelhupf“ genannt, und dann eine Gmundner Schokotorte. Insbesondere der Keramikgugelhupf hinterließ einen bleibenden Eindruck, er färbte nämlich die Zähne und die Lippen grün ein. Ansonsten schmeckte er ebenso wie der Schokoladenkuchen ganz ausgezeichnet.

 

Wir freuen uns schon alle auf den kleinen „Schlachtsamstag“, auch wenn wir da nur ein bisschen Bratwurst produzieren werden. Anlass genug für ein gutes Mittagessen mit saurer Suppe und allem was sonst noch dazugehört!

 

Doppelconf.2-klein

 

Die Optimistin und der Pessimist - ein Gedicht in Doppelconference von Evelin und Ernst

 

Joe IMI klein

 

 

Schoss eindeutig den Vogel ab: Joe mit seiner originellen IMI-Tafel (Was scheiss´ i mi)

 

Gmundner Kuchen-klein

 

Regionale Nachspeisen nach Rezepten von Frau Pernkopf aus Gmunden

G, G & G: Gramastetten, Gramaphon & Gruber

 

G, G &G : Gramastetten, Gramaphon & Gruber

 

Ein Abend auf dem Lande

 

 

   Gramophon klein        Plakat Gruber klein

 

Trendy: Das Gramaphon in Gramastetten     Konservativ: Das VHS-Plakat

 

Zum Glück waren wir rechtzeitig dort, im Gramaphon in Gramastetten. Wir hatten uns praktisch in letzter Minbute entschieden, vor der Veranstaltung von Werner Gruber noch vor Ort zu Abend zu essen. Wir waren sowieso neugierig auf das gesamte Veranstaltungszentrum, aber ausschlaggebend war letztendlich die "lässige" Homepage des Restaurants. So kamen wir noch zu einem schönen Tisch mitten in der Raucherzone und auch sehr schnell zu unserem Essen. Die Situation verschlechterte sich dann zusehends: Es kamen immer mehr Gäste, die alle noch vor dem Vortrag etwas essen wollten......

 

Ich kam direkt aus der Sauna und auch meine Freunde waren durstig, sodass das Gramaphon-Bier und  der Gösser-Radler ausgezeichnet schmeckten. Die Einrichtung des Lokals war modern und freundlich, die Speisekarte sehr originell, nämlich in Form einer alten Schallplatte. Und auch die Gerichte, die darauf angeboten wurden, passten voll ins gesamte Konzept. Regionales wie Tafelspitz oder Wiener Schnitzerl, geschmorte Kalbsbackerl oder Wildragout und gebackenes Karpfenfilet oder Rindsuppe mit Frittaten oder Kaspressknödeln war ebenso zu finden wie Surf & Turf, violette Kartoffelcremesuppe oder gebackenen Blunznradln mit Majorankartoffeln und Balttsalat verfeinert mit Leinöl.

 

Wir entschieden uns dann ebenfalls sehr schnell: Meine Gattin für einen Hühner-Cordon Salat (€ 9,90) mit einem Knoblauchbaguette (€ 2,90), meine Freundin Christa für einen Vegi-Burger mit Pommes (€ 7,90) und mein Freund Joe für ein Safranrisotto (€ 9,90). Meine Wahl fiel letztlich auf "Cepelinai", das waren Erdäpfelknödel gefüllt mit Pilzen und Faschiertem mit einer leichten Rahmsauce mit Speckstreifen und dazu noch eine kleine Salatschüssel. Und das alles um € 10,90.- Es schmeckte alles ausgezeichnet und die Bedienung, die sogar danach fragte, war flink und höflich. Leider hatten wir keine Zeit mehr, uns in der süßen Abteilung umzusehen. Für insgesamt € 65.- inklusive Trinkgeld und immerhin 7 Getränken (4 kleine Bier, 1 Radler, 1 Mineral und ein weißer Sommergspritzter) ein Bomben Preis-Leistungs-Verhältnis!

 

Cordon-Salat klein  

 

Hühner-Cordon Salat mit Mozarella, Blattsalaten und Knoblauchbaguette

 

Zum Vortrag von Werner Gruber unter dem Titel "Glück, Gewinn und der perfekte Schweinsbraten" gibt es nicht viel zu sagen. Außer dass es ihm prächtig gelungen ist, einen bis auf den letzten Platz gefüllten und schlecht belüfteten Saal bis zum Ende prächtig zu unterhalten. Die Höhepunkte aus meiner Sicht kannte ich ja leider schon, die begannen beim Würstelkochen (wer wird die nächste "Opferwurst?) und endeten beim berühmt-berüchtigten Schweinsbratenrezept (das ja bekanntlich, wenn man es richtig anstellt, für eine ganze Woche reicht). Meine Gattin hat mir dann sein neuestes Buch geschenkt, das vom Autor auch signiert wurde. Es trägt den Titel "Unglaublich einfach. Einfach unglaublich. - Überleben mit Physik" und enthält neben vielen hilfreichen Anleitungen für Physik in verschiedenen Lebenslagen (wie zB. "Verhalten beim Kontakt mit Außerirdischen" oder "Wie überlebt man einen Liftabsturz?") natürlich wieder eine ganze Reihe von Rezepten und Küchentricks. Das beginnt beim einfachen Campari-Eis, geht über die schon besser bekannten Bananen-Schnitten bis hin zum perfekten Gulasch. So habe ich mir ein großes Stück Gruber mit nach Hause genommen und kann es jetzt in kleineren Dosen verdauen....

 

 

Speisekarte Gr.-2.2015 klein    Christa Gram. klein

 

Die originelle Speisekarte auf Gramaphonplatte             Christa mit Vegi-Burger und Pommes

 

Italienischer Sonntag

Italienischer Sonntag

 

Letzten Sonntag hatten wir liebe Gäste eingeladen. Gäste mit Italien-Erfahrung, und zwar speziell über die Region Friaul - Julisch Venetien. Das ist eigentlich ein Riesengebiet: Von der österreichischen Grenze bei Tarvis im Norden bis an die Küste bei Grado im Süden, und von Triest im Osten bis an die Grenze des Veneto bei Pordenone und Sacile im Westen. Dorthin soll nämlich die heurige Reise unseres „Weinquartett“ im, Juni gehen, wobei bisher nur das Quartier in einem schönen Agriturismo-Betrieb reserviert ist. Die Reise hat natürlich den Schwerpunkt Wein, und gutes Essen gehört selbstverständlich auch dazu. Bei Friaul denkt man sofort an den friulianischen Tokaier (Friulano), Piccolit oder Verduzzo , bei Venetien kommt dann gleich noch der Prosecco dazu. Dazu die Küche - besser gesagt die Spezialitäten - aus dem Karst und aus dem Meer: Schinken aus San Daniele, Asino-Käse und frisch Gegrilltes vom Fogolar. Und natürlich alles, was das Meer hergibt, von der legendären Fischsuppe über Meeresfrüchte bis hin zu gebratenen oder gegrillten Köstlichkeiten. Legendär ist auch die Kaffeestadt Triest und sind vor allem die Mehlspeisen, vielfach alt-österreichischer Provinienz.

 

Neben den Trink- und Gaumenfreuden soll auch die Kultur nicht ganz zu kurz kommen, daher werden Triest (mit Miramare und Duino), Cividale, Cormons und Görz auch besucht bzw. besichtigt werden. So wurden bei einem gemütlichen Mittagessen Erfahrungen und Adressen ausgetauscht, Restaurantkritiken besprochen, Fotos gezeigt und Bücher ausgeborgt.

 

Für die passende Begleitung sorgte folgendes Menu, dessen Gerichte zwar alle aus Italien stammen, jedoch keines aus Friaul- Julisch Venetien.

 

 

Antipasto

Vitello Tonnato mit geschmorten Zitronen und frischem Weißbrot

 

Das ursprünglich piemontesische Rezept stammt aus der Zeitschrift „Mahlzeit“ von Spar. Die Kalbsnuss wird dabei durch geräucherte Putenbrust ersetzt, die auch ganz gut schmeckt. Dafür habe ich Thunfischsauce mit einem gekochten Ei sowie Sardellenringen ein bisschen verfeinert. Dazu passte eine Cuveé von der Kellereigenossenschaft aus Girlan (Chardonnay & Sauvignon Blanc) ganz ausgezeichnet.

 

 

Vitello klein

 

 

Prima Piatta

Octopus auf galizische Art

 

Dieses Rezept stammt ursprünglich aus der Kochzeitschrift „Alice“. Sie finden es auf meiner Homepage im Rezeptteil. Es macht nicht viel Arbeit, dafür aber viel Aufsehen! Die Cuvée aus Südtirol hätte auch noch gepasst, aber sie reichte nicht mehr ganz. So kam der Riesling Reserve aus dem Elsass zu seinem viel beachtetem Einsatz.

 

 

Octopüus klein

 

 

Secondo Piatta

Papardelle mit Entenragout

 

Ein Nudelgericht als Hauptspeise erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich. Wenn man aber bedenkt, dass ich dafür 4 Entenbrüste verarbeitet habe, erscheint dies schon besser verständlich. Das Rezept für diese „Papardelle al ragú d´anatra“ habe ich ebenfalls von Alice, und zwar aus der Sendung „Familientopf“, in der Mutter und Sohn miteinander kochen. Viel Freude dazu bereitete uns ein Rosso di Montalcino, dem wir gegenüber einem reinrassigen Sangiovese (ebenfalls aus der Toskana) den Vorzug gaben.

 

 

Papardelle klein

 

 

Dolce

Zuccotto

 

Nachdem ich mich ja zuletzt bereits erfolgreich über eine sizilianische Cassata drüber getraut habe, wagte ich mich diesmal an ihre Schwester, eine eisgekühlte Kuppeltorte aus der Toskana. Ich habe einige Rezepte durchgeschaut, und mich dann letztlich für jenes aus dem Buch „Die echte italienische Küche“ von Reinhard Hess und Sabine Salzer entschieden. Es enthält wirklich eine ausführlich Anleitung mit Abbildungen zu den wichtigsten Schritten.

 

Zucco klein

 

Für einen eigenen Wein zum Dolce reichte es nicht mehr, wir waren schon längst beim Espresso und bei der Grappa. Der Koch war jedenfalls zufrieden, die Gäste offensichtlich auch.

 

Italienrunde klein

 

 

Klein aber fein: Die Italien-Runde vom letzten Sonntag ist am Start

Der neue Almtalerhof

Der neue Almtalerhof

 

Ein erstes, vorläufiges, aber durchaus positives Erlebnis

 

 

Vor einigen Wochen habe ich im „Was ist los“ folgendes gelesen: „Gut, dass das Restaurant Almtalerhof gerettet ist“. Da sind in mir als Ex-Trauner alte Erinnerungen aufgestiegen, an Hawaii-Schnitzel mit Ananas und zahlreiche "runde" Familienfeste. Und ich teile die Meinung des Redakteurs, dass es ohne Almtalerhof in Traun kulinarisch ziemlich schlecht aussehen würde: Das Restaurant im Schloss schwankt beträchtlich in der Qualität, und das Ventuno ist leider kontinuierlich auf dem Abwärtstrip. So haben wir das mit solchen Vorschusslorbeeren bedachte Restaurant einfach einmal besucht. Mit insgesamt 5 Personen in kleiner Runde, familiär sozusagen, und mitten unter der Woche.

 

Wir hatten im Raucherbereich reserviert, konnten aber - nachdem unsere Raucher zum Teil ausgeblieben waren - dann problemlos ins Kaminstüberl wechseln, weil das Lokal ziemlich schwach besucht war. Uns überraschte sehr positiv die neue, sehr helle und freundliche Einrichtung. Negativ war die Akustik, denn ein gut besetzter Tisch von Biertrinkern in der Nachbarschaft genügte, um unsere Unterhaltung massiv zu erschweren. Aber bleiben wir beim Positiven: Eine knackige, d.h. kompakte Speisekarte, und eine flotte und freundliche Bedienung. Aber das ist bei einem schwach besetzten Lokal keine besondere Kunst. Dazu eine Empfehlung aus der Küche, der wir auch z.T. gefolgt sind. Doch dazu später.

 

Beginnen wir mit dem Aperitif, für den es ebenfalls eine Empfehlung gab. Nein, ich meine nicht das kleine Freistädter Bier , das mundete ohnehin, sondern vielmehr das Glas Prosecco Treviso und den Esprit de June, einen französischen Weinblütenlikör mit Tonic. Die Vorspeisen waren schnell auf dem Tisch,  mein "2erlei vom Kalbskopf war ebenso wie die Rindsuppe mit Kaspressknödel und das Carpaccio und Tartare vom Beef mit Thunfischmayonnaise und Balsamico Ei durchaus ansprechend.

Bei den Hauptspeisen habe ich mich für Surf & Turf- mit € 28,90 eines der teuersten Gerichte auf der Karte - entschieden, und diese Entscheidung auch nicht bereut. Von den angebotenen Beilagen - zwei davon und ein Dip sind im Preis inkludiert - wählte ich eine große Ofenkartoffel und Blattspinat sowie ienen Knoblauch-Kräuterdip. Das Filet auf den Punkt medium gegart, zart und saftig,  die Beilagen kongenial und sehr stimmig. Meine Gattin war mit ihrer Riesenportion eines "Tortilla-Wraps mit Rinderfiletstreifen mit Basmatireis und Wok-Gemüse weniger zufrieden. Sie hatte inirseits einfach nicht die optimale Wahl getroffen, andererseits halte ich die ganze Kombination für nicht besonders gut gelungen. Miren Bruder war mit dem Wiener Schnitzel vom Schwein durchaus zufrieden, und die beiden anderen Gäste mit den Schweinefiletspitzen - übrigens die Empfehlung des Hauses - auch.

Die beiden gewählten Nachspeisen waren nicht besonders erwähnenswert, ich habe mir die Schok-Passionsfruchtschnitte eigetnlich nur angetan, weil ich auf das Bratapfeleis neugierig war. Und das war lecker! Ansonsten ist die Dessertauswahl eher bescheiden, hier gibt es sicher noch Luft nach oben.

Was die Getränke betrifft, habe ich die Aperitifs und das Bier schon gelobt, auch die Weinauswahl ist risikolos. Sowohl der Zweigelt vom Nittnaus als auch der Blaufränkische vom Kerschbaum (das Achterl um € 4,40 bzw. 4,70)  schmeckten vorzüglich.

Das Resumée ist also positiv, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt gerade noch. 200 € für 5 Personen ist nicht viel, allerdings hatten nur 2 davon eine Nachspeise und es war keine Flasche Wein und kein Digestif dabei. Weitere intensive Tests werden daher dringend empfohlen!

 

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Gemütlich sitzen und gut speisen im neuen Ambiente im Almtalerhof in Traun

 

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Große Portionen, die gut aussehen und ebenso schmecken: Winterlicher Balttsalat mit

Garnele und Zitrusfrüchten

 

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Für den süßen Geschmack empfehlenswert: Schoko-Passionsfruchtschnitte mit Bratapfeleis

 

 

 

 

 

Erdäpfelküche

Erdäpfelküche

 

Mit den Seminarbäuerinnen die kulinarische Vielfalt der

tollen Knolle erkochen

 

Sie sind mir schon ans Herz gewachsen, die Koch-und Backkurse bei den Seminarbäuerinnen des LFI. Die auf der Gugl sind für mich die angenehmeren: Ich muss nicht so weit fahren, habe einen bequemen und sicheren Parkplatz und die Ausrüstung der Küche ist natürlich um Klassen besser. Aber auch jene in der Bezirksbauernkammer Urfahr haben ihren Reiz, sie sind einfach ein bisschen familiärer. Was bei beiden Veranstaltungsorten gleich ist, ist die kompetente Leitung, die praxisorientierte Arbeitsweise, die guten Unterlagen und die kollegiale und unkomplizierte Arbeitsatmosphäre: Das geht vom „Küchen-Du“ über die 2er oder 3er Kleingruppe, die sich an 1-2 Rezepten versucht, bis zur gegenseitigen Hilfsbereitschaft und der Einstellung „Ich bin mir für nichts zu schade“, vom Kartoffelschälen bis zum Abwaschen.

 

So war es auch beim Kurs „Erdäpfelküche - Entdecke die kulinarische Vielfalt der tollen Knolle“ unter der Leitung von Elisabeth Pirngruber aus Kirchschlag. Von der Erdäpfel-Kürbis-Apfelsuppe mit Kaffeeschaum über Erdäpfel Cordon bleu und Erdäpfel-Schupfnudeln mit Schinken und Käse bis zu den süßen Mohnnudeln und einem Mostschober war alles dabei, was Spaß macht und auch gut schmeckt. Wir uns quer durch die verschiedensten Rezepte durchgekocht und die gemeinsame Verkostung zum Abschluß war wirklich ein Highlight.

 

Das Rezept für Erdäpfel Cordon bleu, das mein Freund Joe und ich gemeinsam zubereitet haben, finden sie schon in meiner Rubrik „Neue Rezepte“. Die gebackenen Schupfnudeln mit Nuss und Honig habe ich erst letzte Woche als Nachspeise zuhause gemacht. Sie sind gut gelungen, das Rezept folgt in Kürze. Ich freue mich schon auf den nächsten Kurs, diesmal wieder auf der Gugl. Dabei wird es um etwas typisch Oberösterreichisches gehen, nämlich um die Knödelküche!

 

 

 

 

Erdäpfel 2 kleine

 

So entstehen frische, köstliche Erdäpfelnundeln und Gnocci

 

Erdäpfel 3 kleine

 

Es ist angerichtet - Verkostung und Manöverkritik können beginnen

Lebkuchen und Vollwertbäckerei

Lebkuchen und Vollwertbäckerei

 

Zu welchem Kurs sonst als zu einem Backkurs für Weihnachtsbäckerei sollte man sich Anfang Dezember anmelden. Und wenn´s ein bisschen gesünder geht wie normal sollte das für die ohnehin opulenten Feiertage nicht schaden.

 

Gesagt getan, und so fanden sich mein Freund Joe und ich gemeinsam mit einem weiteren Herrn und neun Damen zum gleichnamigen Kurs der Seminarbäuerinnen am LFI in Urfahr ein. „Schmackhafte Rezepte für (vor)weihnachtliche Stimmung" versprach der Untertitel, und Seminarleiterin Waltraud Hofstadler aus Alberndorf sorgte souverän dafür, dass dieses Versprechen auch eingehalten wurde. Wie immer gab es ein übersichtliches Rezeptheft, das zunächst ausführlich durchbesprochen wurde. Dabei wurden bereits eine ganze Reihe von Fragen beantwortet, zB. wo man die erforderlichen Zutaten wie Einkornvollmehl bekommen kann und welchen Unterschied es zwischen Vollzucker, braunem oder gelbem Zucker und Rohrzucker gibt. Außerdem wurde der Umstieg von weißem Mehl auf Dinkelfein oder -vollmehl, Einkornvollmehl oder Roggenmehl besprochen. Es empfiehlt sich nicht radikal umzusteigen, sondern zB. zunächst die Hälfte des traditionellen Mehles durch Vollwertmehle zu ersetzen.

 

Dann ging es zur Tat und es wurde gemeinsam ein Lebkuchen Grundteig zubereitet, bevor in 2er-Gruppen sechs verschiedene Rezepte umgesetzt wurden. Joe und ich machten uns über den Topfenstollen her, und wir hatten die perfekte Wahl getroffen. Was mir sonst noch gut geschmeckt hat waren die Kürbiskernkipferl, der Karotten-Lebkuchen und die Eisenbahner. Ich habe die Eisenbahner schon mehrmals gemacht, aber nicht in dieser Form als „Doppeldecker“. Das werde ich sicher noch vor Weihnachten zuhause probieren. Am Schluss gab es noch die eine oder andere Kostprobe. Und jeder Teilnehmer konnte Kostproben von allen zubereiteten Keksen und einen fertigen Lebkuchenteig mit nach Hause nehmen. Und jede Menge Anregungen mit dazu!

 

 

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Kursleiterin Waltraud Hofstadler zeigt wie´s richtig geht

 

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Eisenbahner - Doppeldecker: Ein neue Variante eines bekannten

Rezeptes